NewsVermischtesAPS stellt neue Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

APS stellt neue Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps vor

Freitag, 4. Mai 2018

/Lydie stock, stock.adobe.com

Berlin – Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die Plattform Patienten­sicherheit Österreich und die Stiftung Patientensicherheit Schweiz haben heute zwei neue Empfehlungen zum Thema Digitalisierung und Patientensicherheit vorgelegt. Die „Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps“ richtet sich an Bürger, die Handlungsempfehlung „Risikomanagement in der Patientenversorgung“ an Fachleute aus dem Gesundheitswesen.

Die Patienteninformation gibt dem Bürger Tipps zur Verwendung von Gesundheits-Apps auf mobilen Endgeräten wie Tablets, Smartphones oder Wearables. Sie klären zudem über Nutzen und Risiken auf. Auf der Checkliste steht unter anderem, dass das letzte Update innerhalb der vergangenen sechs Monate bereitgestellt wurde, Daten­schutzerklärung und Impressum gut auffindbar sein sollten und die App nicht zu Abbrüchen und Neustarts führt.

Anzeige

Gesundheits-Apps sollten laut APS-Checkliste die Therapie nur unterstützen und keine abschließende Diagnose tätigen. Ein Siegel oder eine Zertifizierung sieht das APS zudem als guten Anhaltspunkt für eine sichere App. Die Bürger werden derzeit jedoch nur bei den wenigsten Apps eines der gelisteten Gütesiegel finden, da diese bisher kaum genutzt werden.

Die wenigstens Medizin-Apps werben mit Gütesiegeln oder einer CE-Kennzeichnung

Hannover – Gesundheits-App-Hersteller scheinen Gütesiegeln bisher nur wenig Relevanz beizumessen. Die wenigsten mobilen Anwendungen werben damit im App-Store. Etwas häufiger findet man offiziell regulatorische CE-Kennzeichnungen für Medizinprodukt. Dieses Fazit zieht ein Autorenteam der Medizinischen Hochschule Hannover in einer Studie, die im JMIR Mhealth Uhealth erschienen ist.

Aufgrund der Vielzahl von Gesundheits-Apps sieht das APS keine Chance, die Qualität der Apps selbst zu prüfen und zu bewerten. „Mithilfe der Checkliste kann sich aber jeder Bürger selber ein Urteil erlauben“, sagte Hardy Müller, Geschäftsführer des APS. Regularien durch die Selbstverwaltung oder den Gesetzgeber müssten dann getroffen werden, wenn entsprechende mobile Systeme in die Versorgung übernommen werden und finanziert werden sollen.

Die zweite Handlungsempfehlung für Berufsgruppen aus der Gesundheitsversorgung soll diese für Risiken der Digitalisierung sensibilisieren. Der Leitfaden hilft auch dabei, bei geplanten Innovationen eine Nutzen-Risiko-Bewertung durchzuführen. Dabei beschränkt sich die Handlungsempfehlung auf sechs wesentliche Risiken der Patientenversorgung im Zusammenhang mit digitalen Techniken.

Dazu zählt die sichere Patientenbehandlung im Falle einer IT-Störung, Schutz vor Datendiebstahl, -manipulation und -missbrauch sowie ausreichend digitale Kompetenz aller Beteiligten im Umgang mit dem technischen System. © gie/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2018
Mannheim – Das Feld der Telemedizin ist nach Ansicht von Experten besonders bei der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen ein wichtiger Zukunftsmarkt. „Bei Schmerzpatienten gibt es keine
Apps können Schmerzpatienten helfen
17. Oktober 2018
Berlin – Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) soll eigentlich Versicherten in Fragen rund um die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) und bei Problemen mit den Krankenkassen
Beratungs- und Transparenzdefizit bei Unabhängiger Patientenberatung
12. Oktober 2018
Düsseldorf – Mehr Kurzzeitpflegeplätze, Pflegeplatzsuche per Smartphone-App, Internet in allen Heimen – das sind Kernziele einer Gesetzesreform, die der Düsseldorfer Landtag heute beraten hat.
Mehr Kurzzeitpflegeplätze und Pflegeplatzsuche per App
10. Oktober 2018
Berlin – In der „AOK Bonus-App“ ließen sich vermutlich seit Januar 2017 die Passwörter der Nutzer auslesen. Das teilte heute der MDR mit. Die Sicherheitslücke hätten MDR-Redakteure und ein
Sicherheitslücke in „AOK Bonus-App“ entdeckt
2. Oktober 2018
Berlin – Eine App namens „Egopulse“ haben der Deutsche Hausärzteverband zusammen mit der GWQ ServicePlus AG und der Egopulse Deutschland GmbH vorgestellt. „Über diese TÜV-zertifizierte App können
Hausärzte stellen eigene Versorgungs-App vor
1. Oktober 2018
Berlin – Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) hat einen Katalog mit weit mehr als 200 Metakriterien für die Beschreibung und Bewertung von Gesundheits-Apps erstellt. Unter
Mit der Webanwendung Appkri sollen Fachgruppen Gesundheits-Apps bewerten
26. September 2018
Dresden – Eine Smartphone-Applikation (App) für mehr Kinderschutz haben die Sächsische Lan­des­ärz­te­kam­mer und die Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellt. Die App namens „Hans und Gretel“ ist eine für
VG WortLNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER