NewsPolitikSpahn bezweifelt Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Spahn bezweifelt Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte

Montag, 7. Mai 2018

/Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn bezweifelt, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) in ihrer derzeitigen Form sinnvoll ist. Dass die Entwicklung der Gesundheitskarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen sollen, in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, bezeichnete der CDU-Politiker in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montag) als „völlig inakzeptabel“. Stattdessen forderte Spahn, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal zu koordinieren, das die Bundesregierung derzeit plant.

„Ich will nicht, dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung braucht, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen“, sagte Spahn. Die Zeit von Kartenlesegeräten an Desktopcomputern als alleinige, vorgeschriebene Loginvariante sei in jedem Fall aus seiner Sicht nicht der Zugang, den sich die Bürger im Jahre 2018 mehrheitlich wünschten. Die Entwicklung der Gesundheitskarte hat den Angaben zufolge bislang etwa eine Milliarde Euro gekostet.

Anzeige

Die elektronische Gesundheitskarte sollte bereits vor Jahren viel mehr können als heute, um Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation zu vermeiden. Bis heute dient sie aber nicht wie geplant als Instrument zu einem sicheren Austausch von Patientendaten etwa zwischen Ärzten. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #110206
kairoprax
am Dienstag, 8. Mai 2018, 15:18

also kommt doch etwas Positives von Herrn Spahn

Was hat man den Mann gescholten, er wäre der Antichrist, pardon, der parteiinterne Gegner von Angela Merkel.
Und jetzt kommt dieser Antichrist mit durchaus christlichen Ideen daher, die im Bezug auf die antiquierten IT-Pläne in Kammer und KV sicherlich keine Anbiederung an die Ärzteschaft sind - so wie es leider Tradition seiner Vorgänger(innen) auf allen Ärztetagen war.
Weiter so!
LNS

Nachrichten zum Thema

18. Januar 2019
Berlin – Ermächtigte Ärzte, die mit ihrer Praxis oder Einrichtung bereits an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) angeschlossen sind, bekommen die dadurch entstehenden Kosten vorerst nicht mehr erstattet.
Telematikkosten: Ermächtigte Ärzte haben das Nachsehen
17. Januar 2019
Berlin – 72 Prozent der Dermatologen und Hausärzte in Brandenburg halten telemedizinische Anwendungen in der Dermatologie für geeignet. Das zeigt eine Befragung unter Ärzten, die Teil von zwei
Dermatologen und Hausärzte sehen Vorteile durch Telemedizin
16. Januar 2019
Berlin – Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das heute im Bundestag in einer öffentlichen Anhörung beraten wurde, beinhaltet auch Aspekte der Digitalisierung im Gesundheitswesen und der
Digitalisierung: Nachbesserungen in Stellungnahmen gewünscht
16. Januar 2019
Weimar – Mit dem Einsatz von Robotern bei der Pflege älterer und kranker Menschen beschäftigt sich ab April ein internationales Forscherteam an der Bauhaus-Universität Weimar. Dabei geht es auch um
Wissenschaftler erforschen Robotereinsatz in der Pflege
16. Januar 2019
Hannover – Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft stellt die Branche vor große Herausforderungen, vor allem im Bereich der Daten- und der IT-Sicherheit. Um innovationsfähig zu bleiben, müssen
Digitalisierung erfordert Investition in digitale Aus- und Weiterbildung
15. Januar 2019
Berlin – Die Digitalisierung bietet nach Meinung der Bundesregierung in der Pflege ein großes Potenzial, insbesondere um Schnittstellenprobleme zu lösen, Effizienzreserven zu heben und
Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen kommt voran
15. Januar 2019
Köln – Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und andere Heilmittelerbringer wollen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens nicht außen vor bleiben. Der Spitzenverband der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER