NewsPolitikArbeitgeber warnen vor Jobverlusten durch höhere Kassenbeiträge
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten durch höhere Kassenbeiträge

Montag, 7. Mai 2018

Berlin – Die Arbeitgeber haben vor dem Verlust vieler Arbeitsplätze gewarnt, falls die Unternehmen künftig wieder die volle Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) ihrer Beschäftigten zahlen müssen. Ein entsprechender Gesetz­entwurf der Bundesregierung führe zur „größten Zusatzbelastung durch Lohnzusatz­kosten in der deutschen Sozialgeschichte“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundes­vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Arbeitgeber müssten im ersten Jahr fünf Milliarden Euro mehr bezahlen. Gleich­zeitig würde die Rentenversicherung mit 1,4 Milliarden Euro mehr belastet, da die höheren Beiträge auch für Rentner gezahlt werden müssten. Durch die Mehrbe­lastungen könnten mindestens 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

Derzeit gibt es für gesetzlich Krankenversicherte einen festen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen bezahlen. Dazu kommt ein Zusatzbeitrag, den die Kassenmitglieder alleine schultern müssen. Diesen legen die Kassen individuell fest, im Durchschnitt beträgt er ein Prozent vom Ein­kommen. Nach dem Willen der großen Koalition soll auch dieser Zusatzbeitrag von 2019 an je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

7. Juni 2018
Berlin – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass der Beitrag zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) durch die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung nicht weiter steigen
Lauterbach erwartet stabile Kassenbeiträge dank Reform
6. Juni 2018
Berlin – Gesetzlich Krankenversicherte können sich auf eine Entlastung im kommenden Jahr einstellen. Das Bundeskabinett brachte heute den Entwurf des GKV-Versichertenentlastungsgesetzes (GKV-VEG) von
Bundeskabinett beschließt Entlastung für gesetzlich Krankenversicherte
23. Mai 2018
Berlin – Eine Zweidrittelmehrheit der Führungsspitzen aus Wirtschaft und Politik unterstützt die von der Bundesregierung geplante paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen durch
Mehrheit der Manager für paritätische Kassenfinanzierung
30. April 2018
Berlin – Führende Gesundheitsökonomen haben Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) davor gewarnt, die Zusatzbeiträge von Krankenkassen mit hohen finanziellen Rücklagen zu senken. Erzwungene
Experten warnen Spahn vor Zwangsabbau von Krankenkassenrücklagen
27. April 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) stößt mit seinen Plänen für einen Abbau von Milliardenrücklagen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung auch in der Union auf Widerstand. Die
Unions-Widerstand gegen Spahns Pläne zum Abbau der Finanzreserven der Kassen
26. April 2018
Berlin – Die SPD bleibt bei ihrem Nein zum Vorstoß von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) für einen Abbau der Milliardenrücklagen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).
SPD gegen Spahn: Kein Abbau der Krankenkassenrücklagen
23. April 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat die Pläne, dass Krankenkassen ihre Finanzreserven künftig bis auf maximal eine Monatsausgabe abschmelzen müssen, gegen Kritik verteidigt. „Wir
NEWSLETTER