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Gesundheitsberufe müssen modernisiert werden

Mittwoch, 9. Mai 2018

/zinkevych, stockadobecom

Gelsenkirchen – Eine „Gestaltungsoffensive der Gesundheitsberufe“ hat das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen in einer aktuellen Untersuchung ausgemacht. Wichtig sei unter anderem, Arbeitsbelastungen zu reduzieren, um den Beschäftigten attraktivere Jobs anbieten zu können. Dazu müssten Versorgungsprozesse verändert und die neuen Modelle der Arbeitsorganisation in Gesundheitsberufen entwickelt werden, so die IAT-Wissen­schaftler.

Wichtige Zielgruppen für eine Gestaltungsoffensive der Gesundheitsberufe sind neben der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege die Helfer in den Pflege­berufen, Hebammen und Entbindungspfleger sowie die Therapieberufe der Physio-, Ergo- und Logopädie. In allen Berufsgruppen gibt es dem IAT zufolge spezifische Herausforderungen für Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen und Qualifizierung, die es für ein leistungsfähiges und wirtschaftsstarkes Gesundheitssystem der Zukunft zu bewältigen gilt.

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Kümmerer-Instanz angemahnt

Mit Fokus auf die Situation in Bremen empfehlen die Wissenschaftler eine „Kümmerer-Instanz“ für die Gesundheitswirtschaft in der Politik, die Vernetzungs­aktivitäten und Innovationspartnerschaften, etwa zwischen Forschung, industrieller Gesundheits­wirtschaft und Versorgungspraxis, unterstützt und vorantreibt.

„Bei der Erstellung der vorliegenden Studie zeichnete sich entsprechend das Erfor­dernis ab, Gesundheitswirtschaft (wieder) als wirtschaftspolitischen Schwerpunkt aufzunehmen und dessen Entwicklung politisch stärker zu fördern“, heißt es in der Studie. Dafür sollte eine eigene politische Instanz eingerichtet werden, die sich gemeinsam mit den Akteuren und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft um die Entwicklung in einzelnen Schwerpunktfeldern kümmert.

Im Themenfeld „Fachkräftesicherung und Qualität der Arbeit“ empfehlen die Studienautoren, die Beschäftigten stärker in den Umbau der Berufsfelder einzubeziehen. Dabei sollte es unter anderem gehen um

  • eine Weiterentwicklung der Qualifizierungslandschaft, auch mit Blick auf die neuen Gestaltungsaufgaben in der Altenhilfe und Quartiersversorgung,
  • die Entwicklung, Erprobung, Monitoring von Fachkraftquoten und neuen Ansätzen der Personalbemessung,
  • die Entwicklung und Erprobung von neuen Ansätzen zur Reduzierung von unfreiwilliger Teilzeitarbeit in der Pflege,
  • die Suche nach neuen Konzepten zur sozial-integrativen Ansprache, Gewinnung, Begleitung und Förderung von Wiedereinsteigern oder fachfremd vorqualifizierten Quereinsteigern,
  • die Entwicklung von Innovationslaboren zur Entwicklung, Umsetzung und Erprobung neuer Wege der Arbeitsgestaltung in digital gestützten Arbeitszusammenhängen.
© hil/aerzteblatt.de

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