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Medizin

Sport hilft gegen Fatigue nach Behandlung von Hodenkrebs

Mittwoch, 9. Mai 2018

/chalabala, stockadobecom

Edmonton/Kanada – Viele jüngere Männer, die einen bösartigen Hodentumor dank Strahlen- und/oder Chemotherapie überlebt haben, leiden später unter körperlicher, emotionaler und/oder geistiger Erschöpfung. Ein hochintensives Intervalltraining hat den Patienten in einer randomisierten Studie im British Journal of Cancer (2018; doi: 10.1038/s41416-018-0044-7) geholfen, ihre Fatigue zu überwinden.

Rehamediziner der Universität von Alberta in Edmonton randomisierten 63 Hoden­krebs-Überlebende, die im Durchschnitt sieben Jahre nach der erfolgreichen Behandlung noch unter einer Fatigue litten, auf 2 Gruppen. Eine Gruppe erhielt die normale medizinische Betreuung. Die andere Gruppe wurde zu einem hochintensiven Intervalltraining eingeladen. Über 12 Wochen nahmen sie regelmäßig an Sportstunden teil, in denen sie abwechselnd jeweils 2 Minuten auf dem Laufband eine starke Steigung wie beim Bergsteigen bewältigen mussten, um sich dann für jeweils 2 Minuten auf gerader Strecke erholen zu können.

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Die Patienten waren laut Kerry Courneya hochmotiviert. Sie nahmen an 99 % der Sportstunden teil und erreichten dort 98 % der Trainingsintensität. Am Ende der Studie hatte sich nicht nur die körperliche Fitness verbessert. Auch die tumorassoziierte Fatigue („Cancer-related Fatigue“, CrF) hatte sich deutlich abgeschwächt, die Teil­nehmer hatten an Selbstvertrauen gewonnen und ihre Lebensqualität hatte sich in mehreren Bereichen verbessert. Die Wirkung auf die CrF und auf die Vitalität waren laut Courneya auch 3 Monate nach dem Ende des Sportprogramms noch nachweisbar.

Das hochintensive Intervalltraining ist einfach umzusetzen. Im Prinzip könnten die Patienten es auch selbst durchführen, indem sie beim Joggen für 2 Minuten laufen und dann 2 Minuten ruhig gehen. Die Dosis könne auf die Möglichkeiten der Patienten angepasst werden, heißt es in einer Stellungnahme der britischen Stiftung Cancer UK. © rme/aerzteblatt.de

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