NewsPolitikMerkel offen für Aus der elektronischen Gesundheitskarte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Merkel offen für Aus der elektronischen Gesundheitskarte

Mittwoch, 9. Mai 2018

Angela Merkel /dpa

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich offen für das Aus der elektronischen Gesundheitskarte gezeigt. „Wir haben jetzt ein zehn-, elfjähriges Experiment mit der Gesundheitskarte gemacht“, sagte Merkel heute auf einer Konferenz mit CDU-Kreisvorsitzenden in Berlin. Sie habe Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) nun „freie Hand“ für andere Lösungen gegeben.

Sie habe Spahn gesagt, wenn er der Meinung sei, die elektronische Gesundheitskarte sei „nicht zukunftsfähig“, das „muss einen ganz neuen Ansatz haben nach zehn Jahren, dann haben Sie freie Hand“. Zwar sei bereits etwa eine Milliarde Euro in das Projekt investiert worden, „aber eh das nie funktioniert...“, fügte die Kanzlerin hinzu.

Anzeige

Die elektronische Gesundheitskarte ist ein Mammutprojekt: Die vor mehr als zehn Jahren gestartete Einführung der umstrittenen Karte hat bislang Kosten von rund einer Milliarde Euro verursacht. Es gab wiederholt Verzögerungen.

Auch Spahn äußerte kürzlich Zweifel daran, dass die elektronische Gesundheitskarte in ihrer derzeitigen Form sinnvoll ist. Die Zeit von Kartenlesegeräten an Desktop-Computern als alleinige, vorgeschriebene Login-Variante sei nicht der Zugang, den sich die Bürger im Jahre 2018 mehrheitlich wünschten, sagte Spahn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.  

Dass die Entwicklung der Gesundheitskarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen sollen, bisher nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, nannte Spahn „völlig inakzeptabel“. Spahn forderte, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal zu koordinieren. Auch Merkel nannte dies als eine Möglichkeit. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #731549
SuSchu
am Donnerstag, 10. Mai 2018, 10:17

Danke Mutti

Nun traut sich endlich mal eine der " influencer" aus der großen Politik den Mund auf zu machen und diesen, seit Jahren von der IT- industrie vorangetriebenen und von unseren Standes -"Vertretern" abgenickten, Blödsinn öffendlich zu kritisieren.
Höhrt auf, dieser überalteten und mit unplanbaren Kosten für hardware,software und Personalaufwand verbundenen IT-Blase noch weiter Geld hinterher zu werfen.!
Nochmal Danke Mutti und auch an Herrn Spahn der sich nun langsam warm läuft.
Eine schwer genervte Kassenärztin
LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2018
Mannheim – Das Feld der Telemedizin ist nach Ansicht von Experten besonders bei der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen ein wichtiger Zukunftsmarkt. „Bei Schmerzpatienten gibt es keine
Apps können Schmerzpatienten helfen
17. Oktober 2018
Stuttgart – Die Online-Sprechstunde ist ab sofort für alle gesetzlich Krankenversicherten in Baden-Württemberg möglich. Ein Modellversuch in Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen sei problemlos
Online-Sprechstunde wird in Baden-Württemberg ausgeweitet
16. Oktober 2018
München/Berlin – Künstliche Intelligenz könnte nicht nur dem Radiologen bei der Auswertung von Bilddaten helfen. Auch in der Endoskopie gibt es jetzt erste Anwendungsversuche. In den USA gelang bei
Software erkennt Großteil der Polypen in der Koloskopie
15. Oktober 2018
Berlin – In einer Absichtserklärung haben sich Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), GKV-Spitzenverband, Vertreter von Krankenkassen, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Gesellschaft für
Elektronische Patientenakte: Einigung über die Zukunft der Aktenmodelle
12. Oktober 2018
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sucht Arztpraxen, die im Rahmen eines Projektes technische Neuheiten wie etwa die Videobrille für Hausbesuche im Alltag testen wollen. Eine
Teilnehmer für Praxistests digitaler Zukunftslösungen gesucht
11. Oktober 2018
Berlin – Auch in Berlin soll die ausschließliche Fernbehandlung von Patienten im Einzelfall bald möglich sein. Einer entsprechenden Änderung der Berufsordnung hat die Delegiertenversammlung der
Ärztekammer Berlin macht Weg für ausschließliche Fernbehandlung frei
11. Oktober 2018
Düsseldorf – Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) plant nach Worten von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) einen flächendeckenden Einsatz von Tele-Notärzten. „Nicht bei jedem akuten Notfall
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER