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Knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet Zuckersteuer

Donnerstag, 10. Mai 2018

/Kwangmoo, stockadobecom

Berlin – Eine knappe Mehrheit der Deutschen spricht sich für die Einführung einer Steuer auf Cola und Limonade aus. 52 Prozent befürworten eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Getränke, wie aus einer Umfrage für die Verbraucherorganisation Foodwatch hervorgeht. Bei der gleichen Umfrage im Jahr 2016 hatten nur 40 Prozent eine Zuckersteuer befürwortet.

Meinungsforscher von Yougov befragten für die aktuelle Erhebung online mehr als 2.000 Erwachsene. 28 Prozent davon gaben an, eine Zuckersteuer „voll und ganz“ zu befürworten. 24 Prozent gaben an, sie „eher“ zu befürworten. 19 Prozent lehnen sie „eher“ ab und 22 Prozent „ganz und gar“. Acht Prozent hatten keine Meinung.

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Auf die Ärzte hören

Foodwatch fordert bereits seit Jahren eine Steuer auf Zucker in Lebensmitteln, wie sie etwa in Großbritannien vergangenen Monat eingeführt wurde. Auch die Weltgesundheits­organisation (WHO) gehört zu den Befürwortern. Zuletzt forderten Anfang Mai Ärzte, Krankenkassen und medizinische Fachorganisationen von der Bundesregierung eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke und Einschränkungen für an Kinder gerichtete Werbung.

Oliver Huizinga von Foodwatch erklärte, Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) müsse auf die Ärzte hören, statt die Getränke- und Zuckerindustrie zu schützen. „Wir brauchen eine Limo-Steuer ähnlich wie in Großbritannien, damit die Hersteller weniger Zucker in die sogenannten Erfrischungsgetränke kippen“, forderte er.

Außerdem sprach er sich für eine Ampelkennzeichnung für den Nährwert auf Lebens­mitteln sowie gesünderes Essen in Schulen und Kitas aus. „Freiwillige Empfehlungen an die Ernährungswirtschaft, wie von der Bundesregierung geplant, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärte Huizinga.

Mehr Befürworter als Gegner einer Zuckersteuer gibt es der Umfrage zufolge unter den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien. Die Regierungskoalition ist in der Frage uneins: Während sich die SPD-Verbraucherpolitiker Sabine Dittmar zuletzt für eine Zuckersteuer aussprach, ist CDU-Kollegin Gitta Connemann dagegen. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #747495
JohnR
am Samstag, 4. August 2018, 20:46

Die Zuckersteuer ist nicht genug !

Übersäuerung ist die Grundlage vieler Krankheiten, und eine der stärksten Säuren ist Zucker. Wasser ist
pH-neutral mit 7,0. Die Ernährung sollte mit ca. 7,5 basisch sein, um Krankheiten und Krebs zu vermeiden.
Es gibt eine gute Tabelle : https://dr-barbara-hendel.de/bewusstes-leben/ernaehrung/tabellen/saeure-basen-tabelle/
Wer Lebensmittel verarbeitet und Zucker hinzufügt, hat eine besonders hohe Verantwortung. Ermahnungen haben in der Vergangenheit nichts gefruchtet, deshalb muss der Gesetzgeber die
Zuckerzusätze limitieren. Man kann ja eine Grundsüße übe Stevia herbeiführen und dann mit Zucker
anpassen. Die Zuckersteuer sollte hoch sein, um zu wirken, und sie sollte dan die Krankenkassen gehen, das senkt den Beitragssatz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, und endlich bezahlen diejenigen für die Krankheiten, die sie verursachen.
der Vergangenheit nicht funktioniert,
Avatar #747776

am Samstag, 12. Mai 2018, 02:04

Zucker ist nicht das Hauptproblem unserer Gesellschaft

Ich finde es ja toll, dass die Ärzte die Menschen unserer Gesellschaft jetzt vor erhöhtem Zuckerkonsum warnen. Jedoch wäre es sinnvoll gewesen, wenn sie die Menschen besser auf das Hauptproblem unserer Gesellschaft aufmerksam machen würde. Das ist nicht der Zucker, sondern vielmehr der erhöhte Alkoholkonsum. Denn die Millionen alkoholkranken Menschen plus die Dunkelziffer und alle damit verbundenen Leiden für die Menschen und auch ihre Freunde und Angehörige. Welcher Zuckerkonsument hatte bis zum nächsten Tag einen Filmriss und wusste nicht mehr, was sie am Vortag getan haben oder haben bei erhöhtem Konsum anderen Menschen Gewalt angetan oder belästigt. Wieso beschäftigten die Ärzte sich nicht erst einmal damit ? Die Menschen verteidigen zudem ihren Alkoholkonsum mit dem Hinweis, dass sie schon selbstg wüssten, was sie tun und nicht bevormundet werden wollen. Wenn man den Millionen von Alkoholkonsumenten, die deutlich mehr Leid verursachen, als ein reiner Zuckerkonsument, das Recht zusteht, nichtr bevormundet werden zu wollen, wieso soll den Zuckerkonsumenten dies nicht auch zugestanden werden. Denn solange Alkohol nicht deutlich teuer wird, so wie z.B. in Skandinavien, sollte auch von einer Zuckersteuer komplett abgesehen werden, da die den gesellschaftlichen Problemen nicht gerecht werden würde.
LNS

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