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Protestmarsch für bessere Pflege

Montag, 14. Mai 2018

/dpa

Potsdam – Hunderte Menschen haben am Wochenende bei einem „Walk of Care“ in Berlin bessere Bedingungen für eine menschenwürdige Pflege eingefordert. Die Demonstration führte vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium bis zur Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

Etwa 800 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter, die Polizei sprach von rund 700 Teilnehmern. Die Demonstranten forderten unter anderem einen gesetzlich festgeschriebenen Personalschlüssel, Fort- und Weiterbildungen als Pflicht sowie mehr Zeit für eine gute Ausbildung. In dem Berliner Pflegestammtisch haben sich Auszubildende, Schwestern und Pfleger sowie Unterstützer zusammengeschlossen.

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Linke: 14,50 Euro Mindestlohn

Die Brandenburger Linke forderte unterdessen am Tag der Pflege mehr Personal und eine bessere Bezahlung in den Pflegeberufen. „Wir fordern einen Pflegemindestlohn von 14,50 Euro und einen flächendeckenden Tarifvertrag“, sagte Landesgeschäftsführer Stefan Wollenberg. Mit Infoständen vor Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in fünf Brandenburger Städten machten die Linken am Tag der Pflege auf den Personalmangel in der Kranken- und Altenpflege aufmerksam.

„Allein in Brandenburg werden nach einer Berechnung des Arbeits- und Sozial­ministeriums bis 2040 etwa 23.000 zusätzliche Fachkräfte nur in der Altenpflege benötigt“, so Wollenberg. Die Linke fordert einen verbindlichen Personalschlüssel, der das Verhältnis von Pflegekraft und Zahl der Patienten vorschreibt.

Die Gewerkschaft Verdi sieht in der Pflege die Landespolitik in der Verantwortung: Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg sparten beim Pflegepersonal, weil diese vom Land zu wenig Unterstützung für nötige Investitionskosten bekämen. In den Ein­richtungen der Altenpflege bestehe mehrheitlich keine Tarifbindung, kritisierte die zuständige Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, Meike Jäger.

Auch die Chefin des landeseigenen Gesundheitsversorgers Vivantes, Andrea Grebe, forderte mehr Investitionen vom Land Berlin. „Wir brauchen dringend einen weiteren Aufwuchs. Eine Trendumkehr ist zwar eingeleitet, aber das reicht bei Weitem nicht aus“, sagte sie der Berliner Morgenpost. Vivantes wolle die Ausbildung von Fachkräften stark ausbauen, das gelte für Fachärzte und Pflegekräfte, aber auch Hebammen und OP-Assistenten. © dpa/aerzteblatt.de

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