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Ermittlungen gegen Personal und Polizei wegen Tod in Psychiatrie

Montag, 14. Mai 2018

Heidelberg – Nach dem Tod eines Patienten in einer Psychiatrie in Wiesloch ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen medizinische Mitarbeiter und Polizisten. Gegen vier Pfleger und acht Polizeibeamte werde wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, gegen die behandelnde Ärztin wegen fahrlässiger Tötung, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg heute mit. Zuvor hatten mehrere Zeitungen berichtet.

Der 41 Jahre alte Patient war der Anklagebehörde zufolge im Dezember vergangenen Jahres an einem erregten Delirium gestorben, in das er sich hineingesteigert hatte. Weil die Pflegekräfte den Mann nicht unter Kontrolle bringen konnten, fesselten sie ihn an Händen und Füßen. Als er kollabierte, brachten Sanitäter ihn ins Krankenhaus, wo er kurze Zeit später starb.

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Unklar ist bisher, ob daran auch falsche Medikamente Schuld sein könnten. „Klar ist: Bei einem gesunden Menschen hätten die Maßnahmen nicht zum Tod geführt“, sagte Staatsanwaltschaft Tim Haaf. Ziel der Ermittlungen sei es, herauszufinden, ob den Verdächtigen strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden könne. Die Entscheidung über mögliche Anklagen sei noch im Mai zu erwarten. © dpa/aerzteblatt.de

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CharlotteLeidenich
am Dienstag, 22. Mai 2018, 19:33

Sorgfalt walten lassen

... weshalb man gerade dann ja eigentlich besondere Sorgfalt walten lassen müsste, denn in der Psychiatrie werden bekanntermaßen keine gesunden Menschen behandelt, sondern solche mit etlichen, auch körperlichen Vorerkrankungen. Über so manches Urteil, wie das, welches hier zwischenzeitlich gefällt wurde, kann man nur den Kopf schütteln.

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