NewsPolitikGesundheits­ministerium in Schleswig-Holstein macht Weg für Fernbehandlung frei
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gesundheits­ministerium in Schleswig-Holstein macht Weg für Fernbehandlung frei

Montag, 14. Mai 2018

/dpa

Kiel – Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Schleswig-Holstein hat die von der Kammer­versammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer beschlossene Änderung der Berufsordnung zur Fernbehandlung genehmigt. Damit ist es Ärzte künftig erlaubt, Patienten auch ausschließlich über Kommunikationsmedien beraten, wenn dies ärztlich vertretbar und ein persönlicher Kontakt mit dem Patienten nicht zwingend erforderlich ist.

„Die Ärztekammer Schleswig-Holstein ermöglicht mit ihrer neugefassten Berufsord­nung wichtige neue Wege in der Patientenversorgung“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Heiner Garg (FDP). Er sei überzeugt, dass die Ärzte von dieser Möglichkeit „verant­wortungsvoll und mit Augenmaß Gebrauch machen werden“, so Garg.

Der FDP-Politiker betonte, dass Telemedizin für Patienten die Chance biete, die bestehenden Versorgungsangebote durch schnellere und mit weniger Aufwand verbundene Möglichkeiten zu ergänzen. „Sie kann insbesondere eine Brücke zwischen ambulantem und stationärem Sektor sowie zwischen ländlichem Raum und Spezialisten in Ballungsgebieten schlagen“, sagte Garg.

Franz Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, zeigte sich erfreut über die zügige Genehmigung durch die Aufsicht, weil er Rechtssicherheit für die Ärzte und Verbesserungen für die Patientenversorgung erwartet. „Wir haben damit die Möglichkeit einer Patientensteuerung per Telefon geschaffen, die eine Versorgung auf der jeweils angemessenen Ebene mit telefonischem Erst-Kontakt zwischen Arzt und Patient ermöglicht“, sagte Bartmann.

Der Beschluss der Ärztekammer Schleswig-Holstein war einstimmig erfolgt und ist in dieser Form bundesweit bislang einmalig. Mit ihm ist Schleswig-Holstein führend in der Umsetzung der Musterberufsordnung, die der Deutsche Ärztetag am vergangenen Donnerstag in Erfurt beschlossen hatte. © may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. August 2018
Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Krankenkassen aufgefordert, ihrer Versicherten darüber zu informieren, dass diese nur noch die neueste elektronische Gesundheitskarte (eGK)
Leseprobleme mit alten Gesundheitskarten: Ministerium ruft Kassen zum Handeln auf
17. August 2018
Berlin – Für den elektronischen Praxisausweis, der für die Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) notwendig ist, gibt es nun mit T-Systems einen weiteren zugelassenen Anbieter. Wie die
Dritter Hersteller darf Praxisausweise ausgeben
15. August 2018
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihren Anspruch bekräftig, künftig die Formate für die medizinischen Inhalte und die technischen Spezifikationen für den Datenaustausch mit der
KBV will technische Standards für elektronische Patientenakten selbst entwickeln
14. August 2018
Holzminden – Medi-Zimmer, in denen Patienten von Dorfschwestern betreut und telemedizinisch von Ärzten versorgt werden, könnten helfen, die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen
Medi-Zimmer könnten Versorgung auf dem Land verbessern
13. August 2018
Frankfurt am Main – Vor dem Hintergrund der Vielzahl elektronischer Gesundheitsakten (eGA), die Krankenkassen und -versicherungen derzeit entwickeln und erproben, wächst bei manchem Beobachter die
Patienten- und Gesundheitsakten: Vielfalt belebt das Geschäft
10. August 2018
Berlin – Die CompuGroup Medical SE (CGM) hat im zweiten Quartal 2018 einen Umsatz von 190 Millionen Euro erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr lagen die entsprechenden Quartalszahlen bei 140 Millionen
CompuGroup mit Geschäftsentwicklung zufrieden
9. August 2018
Frankfurt am Main – Deutliche Fortschritte konstatierte der Hessische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Stefan Grüttner (CDU) bei den Anstrengungen, E-Health-Anwendungen und Digitalisierung im Gesundheitswesen
NEWSLETTER