NewsAuslandMobiles Labor für Ebola-Nachweis in betroffener Region im Einsatz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Mobiles Labor für Ebola-Nachweis in betroffener Region im Einsatz

Dienstag, 15. Mai 2018

/dpa

Genf – Nach dem Ebola-Ausbruch im Kongo in Afrika ist nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) jetzt ein mobiles Labor vor Ort im Einsatz, um schnellere Diagnosen zu stellen. Die Zahl der möglichen Fälle in der abgelegenen Region habe sich kaum geändert, berichtete ein WHO-Sprecher heute in Genf.

Er nannte 41 Fälle, von denen nach wie vor nur zwei bestätigt seien. Bei 20 Erkrankten gehen die Behörden mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sie sich mit dem tödlichen Ebola-Virus angesteckt hatten. 19 waren gestorben. Bei weiteren 19 Menschen gilt eine Ansteckung als möglich.

Menschen, die mit den Betroffenen in Kontakt waren, sollen so bald wie möglich geimpft werden, so die WHO, ebenso medizinisches Personal. Insgesamt waren 4.000 Dosen eines experimentellen Impfstoffs in die betroffene Provinz im Nordwesten des Landes geschickt worden.

Die WHO hofft, dass der Ausbruch sich mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen von mehr als 480 Kontakten der möglicherweise Infizierten eindämmen lässt und nicht auf Nachbarländer übergreift.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Bei einem Ausbruch 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

15. August 2018
Berlin – Deutschland stellt der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) umgerechnet rund drei Millionen Euro für den Kampf gegen Ebola in der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung. Das kündigte
Spahn gibt weitere drei Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola
14. August 2018
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) steht beim Kampf gegen den erneuten Ausbruch von Ebola im Kongo vor Problemen. Da es sich bei dem betroffenen Gebiet um eine Konfliktzone handle, sei der
WHO sieht große Gefahr für Ausbreitung von Ebola im Kongo
13. August 2018
Köln – Ein Ebola-Ausbruch kann erhebliche gesellschaftspolitische Auswirkungen in den betroffenen Ländern haben. Er könne dazu führen, dass Menschen das Vertrauen in Autoritäten und Institutionen
Ebolaausbruch gefährdet Vertrauen in Politik
10. August 2018
Goma – Der Kongo will den jüngsten Ebola-Ausbruch mit einer Impfkampagne unter Kontrolle bringen. Dafür sollen zunächst 3.000 Dosen des Impfstoffs in den betroffenen Gebieten im Osten des
Kongo startet Impfkampagne nach Ebolaausbruch
8. August 2018
Beni – Im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben die Behörden in neun Todesfällen Ebola als Todesursache bestätigt. In der Region Beni der Provinz Nord-Kivu an der Grenze zu Uganda seien 16 an
Neun bestätigte Ebolatote in Demokratischer Republik Kongo
7. August 2018
Beni – Nach dem neuen Ebolaausbruch im Kongo hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo eine groß angelegte Impfkampagne angekündigt. Die Impfungen gegen die hochansteckende und oft tödlich
Kongo kündigt Impfkampagne gegen Ebola an
6. August 2018
Goma/Genf – Ebola breitet sich im Osten des Kongos in Afrika nach ersten Zahlen der örtlichen Gesundheitsbehörden schnell aus. Am Wochenende ging die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bereits von 43

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER