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Ärzteschaft

KV Hessen appelliert bei dringenden Überweisungen an Disziplin der Hausärzte

Dienstag, 15. Mai 2018

/Bernd Leitner, stockadobecom

Frankfurt am Main – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen mahnt Allgemeinmediziner im Land, „dringende Überweisungen“ an die Terminservicestelle (TSS) nur in den Fällen auszustellen, in denen dies wirklich erforderlich ist. Hintergrund sei ein beachtlicher Anstieg der Zahlen, schreiben die KV-Vorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke in einem Informationsschreiben an die hausärztlichen Mitglieder.

Wie die KV betonte, hätten sich die Ärzte in Hessen in den ersten beiden Jahren der TSS vorbildlich verhalten. Da die Morbidität der Hessen sich aber kaum innerhalb von zwei Jahren grundlegend geändert haben dürfte, führe man die Zahlen auf ein verändertes Verhalten der Hausärzte auf „den fordernden Patienten“ zurück.

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Man habe Verständnis dafür, dass es im Praxisalltag eine Zumutung sei, sich mit fordernden Patienten darüber auseinanderzusetzen, ob die Erkrankung eine dringliche Überweisung rechtfertige oder nicht und dass Ärzte in solchen Situationen „unter Umständen eher eine Überweisung zu viel“ ausstellten, so die KV-Vorsitzenden.

Dies sei im Einzelfall unproblematisch, führe in der Summe aber zu einer „regelrechten Explosion“ und damit zu einer steigenden Inanspruchnahme der TSS. Das führe zugleich zu steigenden Kosten, um die von der Politik und Öffentlichkeit geforderte vernünftige Erreichbarkeit der TSS zu gewährleisten. © may/EB/aerzteblatt.de

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