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Politik

Kliniken und Krankenpflegeschulen in NRW sollen Kapazitäten erhöhen

Dienstag, 15. Mai 2018

/freepeoplea, stock.adobe.com

Düsseldorf – Die Krankenhäuser und die Pflegeschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) sollen nach Möglichkeit ihre Kapazitäten erhöhen und mehr Krankenpfleger ausbilden. Darum bitten der nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU), die Krankenhausgesellschaft NRW und die Krankenkassen jetzt in einem gemeinsamen Appell.

„Wir haben einen deutlichen Mangel an Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegekräften. Hier müssen wir dringend etwas tun“, sagte Laumann. Viele geeignete Bewerber würden abgewiesen, das müsse sich ändern. Jeder junge Mensch, der sich für diesen Ausbildungsweg interessiere, solle auch einen Platz erhalten, sagte der Ge­sund­heits­mi­nis­ter.

Kassen und Kliniken stützen Initiative

Der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, unterstützt die Initiative. „Positiv hervorgehoben werden muss, dass hierzu bürokratische Hürden für Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen abgebaut und die mit einer Steigerung der Ausbildungszahlen verbundenen zusätzlichen Finanzmittel von den Krankenkassen bereitgestellt werden“, sagte er. Dies bestätigt der Leiter der NRW-Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Dirk Ruiss. Die Krankenkassen und Kassenverbände in NRW unterstützten auch finanziell die Initiative des Ministers, sagte er.

Ruiss betonte, das Gesundheitswesen sei dringend auf gutes Fachpersonal angewiesen. Er verwies darauf, dass in einer älter werdenden Gesellschaft aber nicht nur mehr Pflegekräfte gebraucht würden, sondern auch die Anforderungen an die Fachkräfte  Pflegekräfte stiegen.

Laumann hatte in den vergangenen Monaten auch eine bessere berufspolitische Vertretung für Pflegekräfte angemahnt. Nach den Sommerferien werde es eine Umfrage unter den professionell Pflegenden geben, ob sie mit der Gründung einer berufsständischen Einrichtung einverstanden seien, sagte er beim Deutschen Pflegetag in März in Berlin.

Laumann fordert immer wieder, die mit 1,2 Millionen Mitarbeitern größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen müsse ihre Interessen stärker vertreten. „Überall wo in Deutsch­land über Pflege entschieden wird, sitzt die Pflege nicht mit am Tisch“, sagte er. Über Jahrzehnte hätten die Krankenhäuser auf Kosten der Pflege gespart, während die Ärzte hohe Tariferhöhungen erkämpft hätten, kritisierte er. © hil/aerzteblatt.de

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