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Ärzteschaft

Zahl der Vertragsärzte in Brandenburg gestiegen

Mittwoch, 16. Mai 2018

Potsdam – In Brandenburg arbeiteten Ende 2017 3.811 Vertragsärzte. Ihre Zahl ist damit seit dem Jahr 2010 um 11,7 Prozent gestiegen. Die Zahl der Psychotherapeuten nahm sogar um rund 43 Prozent zu, von 310 im Jahr 2010 auf 444 im Jahr 2017. Diese Zahlen hat jetzt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg veröffentlicht. 

Das durchschnittliche Eintrittsalter der Ärzte in das ambulante System liegt demnach bei 44,7 Jahren. „Daher müssen die beruflichen und privaten Rahmenbedingungen stimmen: Ist die Praxis betriebswirtschaftlich erfolgreich? Gibt es Jobmöglichkeiten für den Partner? Gibt es gute Schul- und Freizeitmöglichkeiten für die Kinder?“, betonte Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der KV Brandenburg. Hier seien auch das Land und die Kommunen gefragt. Das Leben auf dem Brandenburger Land müsse so attraktiv sein, dass man gern dorthin ziehe, so der KV-Chef.

Auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Ärzten, KVen und Kommunen beim Kampf gegen den Ärztemangel weist auch die Kassen­ärztliche Bundesvereini­gung (KBV) hin. Wichtig sei, dass Kommunen ein Standortmarketing betrieben, damit Ort und Region für Ärzte und deren Familien als Lebensmittelpunkt interessant seien, hatte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen im Februar betont.

„Die Daten zeigen, dass die ambulante medizinische Versorgung im Land Brandenburg den offiziellen Vorgaben der Bedarfsplanung entspricht“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der KV, Andreas Schwark. Allerdings sei „die Statistik das eine, die gefühlte Versorgung vor Ort das andere“. „Entsprechende Hinweise aus den Regionen nehmen wir ernst“, betonte er.

Stelle die KV nach umfangreicher Analyse eine Versorgungslücke vor Ort fest, könne der Zulassungsausschuss einen Sonderbedarf feststellen und eine Zulassung oder Anstellung außer der Reihe vergeben. Der Zulassungsausschuss ist ein unabhängiges Gremium mit Vertretern von KV und Krankenkassen. Mehr als 100 Ärzte seien so in den vergangenen vier Jahren in Brandenburg ambulant tätig geworden, so Schwark. © hil/aerzteblatt.de

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