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Senioren-Orga­nisationen für flächendeckende Palliativversorgung

Donnerstag, 17. Mai 2018

Bonn – Aus Sicht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) muss der beschlossene Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung flächendeckend umgesetzt werden. „Sterben ist ein Teil des Lebens, das letzte Stück. Und es hängt viel davon ab, unter welchen Umständen es geschieht“, erklärte der Vorsitzende des Dachverbands, Franz Müntefering, in Bonn.

Vor allem auch in Pflegeheimen seien qualifizierte Palliativ- und Hospizkräfte „über das bisherige Maß“ hinaus nötig, so Müntefering. In einem jetzt vorgelegten Positions­papier „Würde bis zuletzt!“, in dem Verbände Anregungen und Forderungen an Politik, Medizin und Gesellschaft zur Gestaltung der letzten Lebensphase formulieren, heißt es zugleich, dass mit 10 bis 15 Prozent nur ein Teil der Sterbenden eine solche Versorgung benötige.

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Das Papier greift auch die Debatte über die Zulässigkeit der Hilfe zur Selbsttötung auf: Es dürfe „kein sozialer Druck entstehen, der alte und hilfebedürftige Menschen in ihrer Entscheidungsfreiheit“ beeinflusse. „Helfen und sich helfen lassen ist ein menschliches Prinzip.“ Die BAGSO setze deshalb auf eine professionelle Palliativversorgung und menschliche Zuwendung.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft ruft Menschen zudem dazu auf, „die Endlichkeit ihres Lebens“ nicht zu verdrängen. So sollten Angehörige durch das Aufsetzen einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht bei schwierigen Entscheidungen unterstützt werden. In dem Papier unterstreicht sie auch die Bedeutung von Ritualen wie Trauerfeier und Bestattung für Hinterbliebene. Vereine und Verbände sollten die Themen Sterben und Tod als Teil ihres Bildungsauftrags ansehen.

Die BAGSO vertritt über ihre 117 Mitgliedsorganisationen nach eigenen Angaben viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstal­tungen, etwa die Deutschen Seniorentage, will die Bundesarbeits­gemeinschaft für „ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden“ werben. © kna/aerzteblatt.de

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