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Mehr Allergien durch Luftschadstoffe?

Freitag, 18. Mai 2018

/kristo74, stock.adobe.com

Berlin – Allergische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wird inzwischen bei 30 Prozent der 18- bis 79-jährigen im Verlauf ihres Lebens mindestens eine allergische Erkrankung diagnostiziert. Ob daran jedoch primär die erhöhte Ozon- und Feinstaubbelastung schuld ist, lasse sich „aufgrund der unzureichenden Datenlage und methodischen Schwierigkeiten“ jedoch nicht abschließend klären, heißt es in der Antwort (19/2091) der Bundesregierung auf eine entsprechende Kleine Anfrage (19/1864) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

So gebe es bislang keine zufriedenstellende wissenschaftliche Erklärung für die Zunahme allergischer Erkrankungen in den Industrieländern. Diskutiert werde einerseits die sogenannte Hygienehypothese, die den Anstieg von Heuschnupfen und Asthma mit einer geringen Exposition mit Keimen, Parasiten und mikrobiellen Komponenten in früher Kindheit in Verbindung bringe.

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Andererseits deuteten Studien aber auch auf einen statistischen Zusammenhang zwischen steigender Stickstoffdioxid-Konzentration und allergischen Beschwerden hin. Die Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub sei in Deutschland jedoch inzwischen rückläufig. Es gebe Hinweise darauf, dass Hitze, Ozon und Feinstaub die Morbidität für Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnten. Wissenschaftliche Studien enthielten auch Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Kohlenmonoxid und Allergien. Kohlenmonoxid habe als Luftschadstoff jedoch auch eine stark abnehmende Bedeutung.

Um die Ursachen weiter abzuklären, fördere die Bundesregierung verschiedene Forschungsvorhaben zu unterschiedlichen Aspekten der Entstehung und des Verlaufs der Erkrankungen und habe darüber hinaus eine Vielzahl von krankheitsspezifischen und krankheitsübergreifenden Maßnahmen für Prävention und Versorgung von Patienten mit allergischen Erkrankungen auf den Weg gebracht, heißt es in der Antwort. © hil/sb/aerzteblatt.de

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