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Medizin

Ernährungsfehler des Vaters beeinflussen die Gesundheit seiner Kinder

Dienstag, 22. Mai 2018

Vater udn Sohn essen zusammen Pommes. fetale programmierung /galitskaya, stock.adobe.com
Nicht nur während der Schwangerschaft, sondern schon davor kann die mütterliche und auch die väterliche Ernährung die Gesundheit des Nachwuchses beeinflussen. /galitskaya, stock.adobe.com

Potsdam – Sowohl die Mutter als auch der Vater beeinflussen über ihre Ernährung die Gesundheit ihres Kindes. Und zwar schon vor einer Schwangerschaft. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-chinesisches Forschungsteam um den Nephrologen Berthold Hocher von der Universität Potsdam in Studien mit Ratten, die in Diabetologia publiziert wurden (2018; doi: 10.1007/s00125-018-4635-x).

Als fetale Programmierung bezeichnen Forscher das Phänomen, dass es bereits im Mutterleib zu Prägungen kommen kann, die spätere Erkrankungen beim Nachwuchs auslösen. Dass ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und Erkrankungen der Mutter während der Schwangerschaft und späteren Krankheiten der Nachkommen besteht, wissen Mediziner seit etwa 25 Jahren.

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Frühkindliche Ernährung: Die ersten 1000 Tage entscheiden

Schwangerschaft und Kleinkindalter – hier sind die Chancen, Übergewicht zu verhindern, am effektivsten. Dennoch berücksichtigt das Präventionsgesetz diesen Zeitraum zu wenig, die nationale Studienkohorte schließt ihn komplett aus. Mehr als 700 Faktoren beeinflussen das Körpergewicht.

Nun haben Forscher nicht nur Hinweise darauf gefunden, dass die Grundlagen für eine Erkrankung der Kinder bereits vor der Schwangerschaft gelegt werden, sondern auch, dass die Väter über ihre Ernährung ebenfalls beeinflussen, wie gesund ihre Kinder später sind.

Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen einer fett-, zucker- und salzreichen Ernährung männlicher Ratten während und vor der Spermienreifung und einem gestörten Glukosestoffwechsel beim Nachwuchs, der später zu Diabetes führen kann. Eine Folsäurebehandlung der schwangeren Ratten konnte die negativen Auswirkungen der Ernährungsfehler des Vaters abmildern.

Väterliche Ernährung verändert Organe des Nachwuchses

Um den Einfluss der väterlichen Ernährung auf den Nachwuchs zu bestimmen, imitierten die Forscher in Tierstudien eine Fastfood-reiche Ernährung, wie sie häufig bei jungen Männern auftritt. Die so ernährten männlichen Ratten zeugten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe größeren und schwereren Nachwuchs. Bei weiblichen Tieren war zudem die Glukosetoleranz gestört. Auch in der Leber und der Bauchspeicheldrüse konnten die Forscher negative Effekte der ungesunden Ernährung nachweisen.

„Die hier zugrunde liegenden Mechanismen sind ernährungsabhängige Veränderungen in den Spermien der ungesund ernährten Vatertiere“, erklärte Hocher. Die Ernährungsfehler der Eltern wirken sich also direkt auf die Erbinformation ihrer Fortpflanzungszellen aus. Diese geben die Eltern dann an den Nachwuchs weiter.

In ihren Studien konnten die Forscher nicht nur den Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankung aufdecken. Sie konnten auch zeigen, dass mit Folsäure behandelte trächtige Ratten gesunde Ratten ohne Stoffwechselstörungen zur Welt brachten. Mit dem Vitamin, das Schwangeren bereits routinemäßig verschrieben wird, um die Spina bifida, den offenen Rücken bei Babys zu verhindern, konnten die negativen Auswirkungen der ungesunden Ernährung ausgeglichen werden. © gie/idw/aerzteblatt.de

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JohnR
am Freitag, 25. Mai 2018, 00:37

Die meisten Ärzte verstehen von gesunder Ernährung NICHTS

Es kann natürlich auch dem Zeitmangel geschuldet sein, aber die meisten Ärzte scheinen von gesunder Ernährung nichts zu verstehen, sonst würden sie ihre Patienten entsprechend beraten. Viele Patienten erwarten von ihrem Arzt nur ein Rezept - um Symptome zu bekämpfen, aber wir brauchen Ärzte, die HEILEN WOLLEN, und Heilung geht auch über Ernährung, und zwar die richtige. Viele Leute sind ungebildet, und über gesunde Ernährung könnten sie sich selbst heilen.
LNS

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