NewsÄrzteschaftVier neue Bereitschaftsdienst­praxen in Bayern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Vier neue Bereitschaftsdienst­praxen in Bayern

Dienstag, 22. Mai 2018

/dpa

München – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns erweitert die Versorgung mit Bereitschaftsdienstpraxen im Freistaat. Dazu eröffnet sie drei neue Einrichtungen in München und eine neue Bereitschaftsdienstpraxis in Dachau. Außerdem verlängern bestehende Einrichtungen ihre Öffnungszeiten, wie die KV jetzt mitteilte. Die drei neuen Münchner Praxen befinden sich am Klinikum Bogenhausen, am Krankenhaus Barmherzige Brüder sowie am Klinikum München-Harlaching. „Eine Kooperation mit den Kliniken ermöglicht darüber hinaus die ambulante Versorgung auch zu den Nachtzeiten“, hieß es aus der KV. 

Am 29. Mai 2018 eröffnet die KV Bayerns außerdem eine neue Bereitschaftspraxis am Helios Amper-Klinikum in Dachau. Sie hat täglich abends, Mittwoch- und Freitagnachmittags sowie ganztägig an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Eine Kooperation mit der Klinik ermöglicht die ambulante Versorgung zu den Nachtzeiten. Zudem werden die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxen in Markt Indersdorf und Fürstenfeldbruck erweitert. Künftig liegen diese bislang privat betriebenen Praxen in KV-Trägerschaft.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst betreut nachts, an Wochenenden und Feiertagen Patienten, die nicht lebensbedrohlich erkrankt sind, deren Behandlung jedoch nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten kann. Die Patienten sollen so weit versorgt werden, dass sie am nächsten Morgen oder zu Beginn der neuen Woche die reguläre Sprechstunde ihres Hausarztes oder des entsprechend der Erkrankung erforderlichen Facharztes aufsuchen können. In Bayern sind laut KV rund 23.000 niedergelassene Haus- und Fachärzte zum Bereitschaftsdienst verpflichtet.

„Die Einrichtung zentraler Bereitschaftspraxen hat für die Patienten den Vorteil, dass mühsame Recherchen, welcher niedergelassene Arzt Dienst hat und wo sich dessen Praxis befindet, entfallen“, hieß es aus der KV. Außerdem würden die Notaufnahmen der Krankenhäuser von leichteren Fällen entlastet, die ambulant behandelt werden können.

Bis Ende 2018 wird es laut der KV rund 110 Bereitschaftspraxen in Bayern geben. Mehr als 99 Prozent der bayerischen Bevölkerung sollen dann eine Bereitschaftspraxis innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichen können. Telefonisch ist der ärztliche Bereitschaftsdienst kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22. Juni 2018
Berlin – Patientenströme in die Notaufnahme von Krankenhäusern kann man nicht steuern. Diese Ansicht äußerten heute verschiedene Experten auf einem Fachgespräch der Grünenfraktion in Berlin. „Wir
Notfallversorgung: Patientenströme lassen sich nicht steuern
22. Juni 2018
München – In vier von fünf Regionen Bayerns gilt mittlerweile die neue Systematik für den Bereitschaftsdienst mit zentral gelegenen Bereitschaftspraxen sowie einem separaten Fahrdienst. Das berichtete
Neuer Bereitschaftsdienst in Bayern zu 80 Prozent umgesetzt
7. Juni 2018
München – Die CSU-Landtagsfraktion hat Änderungen zum umstrittenen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) auf den Weg gebracht. Nach der Kritik von Opposition und Sozialverbänden verzichtet die
CSU legt Änderungen zu Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz vor
5. Juni 2018
Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat eine augenärztliche Notdienstpraxis für Bürger aus Aachen und den Kreisen Heinsberg und Düren eingerichtet. Die neue Notdienstpraxis
KV Nordrhein eröffnet augenärztliche Notdienstpraxis an Uniklinik Aachen
1. Juni 2018
Hamburg – Die seit rund acht Monaten geöffnete Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVHH) in Hamburg-Harburg entlastet die Notaufnahme des nebenan liegenden Asklepios-Klinikums und
Notfallpraxis in Hamburg-Harburg entlastet Asklepios-Klinik
25. Mai 2018
München – Der Aufbau des elektronischen Polleninformationsnetzwerkes (ePIN) in Bayern schreitet weiter voran. Mittlerweile laufen vier von acht elektronischen Messstationen im Testbetrieb. Das Projekt
Bayern baut Polleninformationsnetzwerk weiter aus
22. Mai 2018
Bremen – Ab dem zweiten Halbjahr 2018 müssen alle niedergelassenen Ärzte sowie Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Praxen mit angestellten Ärzten in Bremen pro Versorgungsauftrag und Halbjahr

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER