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Ausland

WHO sieht sich im Kampf gegen Epidemien gut aufgestellt

Montag, 28. Mai 2018

/dpa

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) ist nach Einschätzung ihres General­direktors besser gegen Epidemien gewappnet als noch vor einigen Jahren. „Diese Woche haben wir gesehen, dass die Reformen, die wir in unserem Notfall­programm durchgeführt haben, funktionieren“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am vergangenen Samstag in Genf. Nach dem erneuten Ausbruch einer Ebolaepidemie im Kongo hätten alle Ebenen der WHO zusammengearbeitet, um schnell reagieren zu können, betonte Tedros zum Abschluss der WHO-Jahrestagung.

Die Ebolafälle standen im Fokus des Treffens, an dem Delegationen aus 194 WHO-Mitgliedstaaten teilnahmen. Deutschland sagte für den Kongo Soforthilfen in Höhe von fünf Millionen Euro zu. Die Epidemie im Nordwesten des Landes ist bereits der neunte Ebolaausbruch im Kongo in den vergangenen 40 Jahren. Bei der bislang weltweit heftigsten Ebolaepidemie starben 2014 und 2015 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen. Damals stand die WHO wegen ihres anfangs zögerlichen Handels stark in der Kritik.

Bei der Versammlung in Genf legte die WHO ihren Kurs für die kommenden fünf Jahre fest. Gesundheit sei eine Brücke für Frieden, sagte Tedros. Seine Organisation wolle sich besonders in ärmeren Regionen engagieren, um dort die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Als Beispiel nannte er Medikamente gegen Bisse von Giftschlangen zu erschwinglichen Preisen. Jedes Jahr sterben laut WHO zwischen 81.000 und 138.000 Menschen an den Folgen von Schlangenbissen. Auf jeden Toten kämen vier bis fünf Menschen, die nach Schlangenbissen körperliche oder geistige Beeinträchtigungen erlitten.

Die Delegierten befürworteten zudem eine Resolution, in der die von Cholera betroffenen Länder aufgefordert werden, Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Todesfälle durch die Krankheit bis 2030 um 90 Prozent zu reduzieren. © kna/aerzteblatt.de

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