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Medizinstudierende sollten Motivation für Auslandsaufenthalt möglichst konkret formulieren

Mittwoch, 23. Mai 2018

Berlin – Viele Medizinstudierende nutzen die Möglichkeiten, für Praktika, Famulaturen oder das Praktische Jahr ins Ausland zu gehen. Die Bundesvertretung der Medizin­studierenden in Deutschland (bvmd) informiert jetzt in einer neuen Broschüre „360 Grad – Eine Einführung in die globale Gesundheit als Vorbereitung auf Auslands­aufenthalte“ über Möglichkeiten, aber auch Probleme der Auslandszeiten.

„Für viele Studierende liegen die Ziele eines Auslandsaufenthalts im Gesundheits­bereich zwischen vier Eckpunkten: Neues kennenlernen und Erfahrungen sammeln, Positives erleben, Helfen und Armut lindern sowie der Erwerb medizinischen Wissens und praktischer Erfahrung“, schreiben die Autoren. All dies seien legitime Motive, die jedoch oft nicht gleichzeitig und umfassend realisiert werden könnten.

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Die bvmd empfiehlt Medizinstudierenden, folgende Fragenkomplexe möglichst konkret zu beantworten:

  • Was möchte ich in meiner Zeit vor Ort erreichen? Möchte ich mein medizinisches Fachwissen verbessern? Oder geht es mir mehr darum, einfach Zeit im Ausland zu verbringen? Habe ich eventuell den Anspruch an mich selbst, vor Ort zu helfen?
  • Wie sehe ich meine eigene Rolle vor Ort? Aus welcher Perspektive werden mich die Menschen vor Ort betrachten? Besteht hier eine Diskrepanz zu meiner Sicht auf mich selbst?
  • In welchem Ausbildungsstand befinde ich mich und bin ich bereit für die praktischen Herausforderungen, die mich vor Ort erwarten? Wie kann ich sicherstellen, vor Ort keinen Schaden anzurichten?
  • Warum habe ich mich gerade für dieses Land entschieden? Gäbe es auch andere Länder, die für mich infrage kämen? Die eventuell sogar durch eine zugäng­lichere Sprache oder Kultur geeigneter wären? Warum glaube ich, mein Ziel genau an dem von mir ausgewählten Ort erreichen zu können und dass dies nicht auch in Wuppertal, Berlin oder Chemnitz möglich wäre?

Die Autoren der Broschüre berichten von Gefühlen der Überforderung und des (Kultur-)Schocks zu Beginn des Auslandsaufenthalts. „Eine gute Vorbereitung, vor allem aber eine Reflexion der eigenen Ansprüche kann solche Gefühle der Überforderung und des Kulturschocks mindern und in konstruktive Bahnen lenken“, schreiben sie. © hil/aerzteblatt.de

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