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Politik

In deutschen Altenpflege­einrichtungen fehlen 25.000 Fachkräfte

Freitag, 25. Mai 2018

/dpa

Köln – In den bundesweiten Altenpflegeeinrichtungen sind aktuell rund 17.000 Stellen nicht besetzt. Das ist das Ergebnis des Pflege-Thermometers 2018, das das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) heute offiziell vorgestellt hat. Einige Ergebnisse waren bereits auf dem Deutschen Pflegetag vorgestellt worden.

Das DIP hat für die Ergebnisse Leitungskräfte der teil- und vollstationären Pflege zur aktuellen Situation ihrer Einrichtungen befragt. Da im Pflegebereich vielfach in Teilzeit gearbeitet wird, fehlen zur Deckung des Personal­bedarfs dem Report zufolge rund 25.000 zusätzliche Fachkräfte.

„Die Personalengpässe führen zu Wartelisten und zu Absagen bei Betreuungsanfragen in den Einrichtungen“, erklärte Studienleiter Michael Isfort. Laut Analyse erfolgte in mehr als jedem fünften Betrieb aufgrund des Personalmangels in den vergangenen drei Monaten ein zeitweiliger Aufnahmestopp.

Das belastet auch die Beschäftigten selbst. So beobachteten die Leitungskräfte gegenüber dem Vorjahr steigende Belastungen für die Mitarbeitenden, was sich in einer Erhöhung der Krankheitsdauer (43 Prozent), der Erhöhung der Krankheitstage (41 Prozent) sowie der Krankheitsschwere (31 Prozent) und der Steigerung der Anzahl der geleisteten Überstunden (28 Prozent) ausdrückt. Und obgleich das Personal durch Maßnahmen der Entbürokratisierung an einigen Stellen inzwischen entlastet werde, gebe es hier noch deutlich Luft nach oben, hieß es.

Gleichzeitig verändert sich dem Bericht zufolge auch die Bewohnerstruktur. Laut Pflege-Thermometer sind inzwischen zwei von drei Pflegeheimbewohnern kognitiv eingeschränkt. Insgesamt verdichte sich durch weitere Faktoren, wie etwa eine verkürzte Wohndauer und das steigende Durchschnittsalter der Neuzugänge, deshalb das Bild, dass sich die Einrichtungen zunehmend zu gerontopsychiatrischen Facheinrichtungen entwickeln, „die eine würdevolle und palliative Begleitung am Lebensende absichern müssen“. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Practicus
am Dienstag, 29. Mai 2018, 22:58

Die 25.000 Plegekräfte sind ja da...

... sie wurden nur erfolgreich aus dem Beruf hinausbefördert. Vernünftige Bezahlung und ordentliche Arbeitsbedingungen könnten diese gut ausgebildeten Kräfte wieder in den Beruf zurückbringen. Vorausgesetzt, die Arbeitgeber - besonders die konfessionellen - hören auf, den beruflichen Altruismus ihrer Angestellten gnadenlos auszunutzen: "Sie können/wollen doch ihre Patienten oder KollegInnen nicht etwa im Stich lassen"

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