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Ausland

Monsun könnte Lage der Flüchtlinge in Bangladesch verschlechtern

Freitag, 25. Mai 2018

/dpa

Cox’s Bazar – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer weiteren Zuspitzung der humanitären Lage in den Flüchtlingscamps im südlichen Bangladesch durch den beginnenden Monsun. Mehr als 898.000 Menschen, die aus Myanmar vor Gewalt ins Nachbarland Bangladesch geflohen sind, leben in den Camps.

„In der grenznahen Region um die Stadt Cox’s Bazar ist die Situation der Flüchtlinge schon jetzt extrem schwierig, die Versorgung von fast einer Million Menschen ist eine Herausforderung“, erklärte Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK.

Er erläuterte, die Menschen lebten in einfachsten Hütten aus Bambus und Planen, die sich häufig aufgrund des Platzmangels auf entwaldeten Abhängen befänden. Das sei gefährlich, denn wenn sich der lehmige Boden voll Wasser sauge, drohten dort Erdrutsche. Auch die Hütten würden nur unzureichend Schutz vor Regen und Sturm bieten. „Der Monsun wird Überschwemmungen, Erdrutsche und schwere Stürme bringen“, sagte Johnen. Die Helfer versuchten so gut es gehe Vorkehrungen zu treffen, um in der Monsunzeit die nötige humanitäre Hilfe zu leisten.

Bereits seit Beginn der aktuellen Krise im August 2017 ist die Rotkreuz-/Rothalbmond­bewegung vor Ort im Einsatz. Allein das DRK betreibt zwei Gesundheitsstationen gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond. Teams aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen sind erste Anlaufstelle für Kranke, schwangere Frauen und stillende Mütter mit Kleinkindern. Schwierige Fälle können sie an das Feldhospital des Roten Kreuzes überweisen. © may/EB/aerzteblatt.de

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