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Vermischtes

Potenzial von Drohnen im Rettungsdienst noch nicht ausgeschöpft

Dienstag, 29. Mai 2018

Eine mit einer Wärmebildkamera ausgestattete DLRG-Drohne fliegt über die Elbe. /dpa

Hannover – Schon jetzt fliegen in Deutschland nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) knapp 800.000 Drohnen durch die Lüfte. Tendenz steigend. Bis 2020 könnten es sogar eine Million sein. Doch nicht alle Drohnen dienen als Spielzeug. Auch immer mehr Rettungsdienste setzen auf die kleinen Fluggeräte. Ihr wirklicher Einsatzwert ist nach heutigem Stand der Technik jedoch noch eingeschränkt.

Bei der Deutschen Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG) beispielsweise werden Drohnen bisher nur zur Unterstützung eingesetzt, nicht als Rettungswerkzeug selbst. „Bis eine Drohne einsatzbereit ist, dauert es einfach noch zu lange. Für uns sind die ersten eineinhalb Minuten extrem wichtig. In der Zeit muss eine hilflose Person aus dem Wasser geholt werden“, sagt Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG in Bad Nenndorf. Auch Windstärke und unberechenbares Wetter machen den Einsatz oft schwierig.

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Momentan werden die Drohnen der DLRG vor allem zur Suche nach Vermissten eingesetzt. Aus der Luft haben die Einsatzkräfte so oft einen viel besseren Überblick über unwegsames Gelände. Mit ihren hochauflösenden Kameras können die rund 4.000 Euro teuren Drohnen beispielsweise auch das Wasser in einer Tiefe von bis zu drei Metern absuchen.

Wenn es nach dem Wunsch der Rettungsdienste geht, könnten die Drohnen in Zukunft aber noch viel mehr leisten. „Wenn die Geräte irgendwann stark genug sind, einen ertrinkenden Menschen aus dem Wasser zu ziehen, dann wäre ich glücklich. Aber bis das noch nicht erreicht ist, zählen wir immer noch auf unsere Schwimmerinnen und Schwimmer“, sagt Wiese. © dpa/aerzteblatt.de

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