NewsVermischtesGeld gegen Zigarette: Studie mit schwangeren Raucherinnen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Geld gegen Zigarette: Studie mit schwangeren Raucherinnen

Mittwoch, 30. Mai 2018

Berlin – Hören Schwangere auf zu rauchen, wenn sie Geld oder Gutscheine als Belohnung bekommen? Dieser Frage wollen Ärzte des Vivantes-Klinikums Neukölln nachgehen. Sie starten zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai eine Pilotstudie. Es sei die erste dieser Art in Deutschland, wie eine Pressereferentin heute mitteilte. Dafür werden noch Frauen gesucht.

Von Juni an soll eine Gruppe schwangerer Raucherinnen beim Aufhörversuch belohnt und psychologisch unterstützt werden. 20 Schwangerschaftswochen lang sollen die werdenden Mütter regelmäßig ihre Ausatemluft testen lassen und an einer Befragung teilnehmen. Nur wer rauchfrei sei, bekomme wöchentlich 25 Euro oder eine andere Belohnung. Derzeit liefen noch Gespräche mit Sponsoren, so die Referentin. Eine weitere Gruppe erhalte kein Geld, sondern nur eine psychologische Beratung.

„Im englischsprachigen Raum gibt es bereits vergleichbare Untersuchungen, bei denen gute Erfolge mit der materiellen Belohnung von Rauchfreiheit bei schwangeren Frauen erzielt wurden“, sagte Karin Vitzthum, Leiterin des Vivantes-Instituts für Tabak­entwöhnung und Raucherprävention.

„Der Anteil der rauchenden Schwangeren ist in Deutschland vergleichsweise hoch. Um dem entgegen zu wirken, werden effektive Methoden der Entwöhnung benötigt“, betonte Dietmar Schlembach, Chefarzt der Klinik für Geburtsmedizin. Raucherinnen hätten unter anderem ein höheres Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie etwa Fehlgeburt, vorzeitige Plazentalösung, vorzeitiger Blasensprung, Frühgeburt oder Wachstumsprobleme des Fötus. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22. Juni 2018
Berlin – Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) hat die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ als wichtige Maßnahme zur Unterstützung von jungen Familien gewürdigt. Jedes Kind solle einen guten
Giffey: „Frühe Hilfen“ unterstützen junge Familien
8. Juni 2018
Berlin – Die Bundesregierung missachtet beim Tabakwerbeverbot, das nach wie vor nicht in Deutschland umgesetzt ist, den Bundestag. Das Parlament habe der Regierung bereits im Jahr 2004 mit der
Tabakwerbeverbot: Bundesregierung missachtet das Parlament
8. Juni 2018
Palo Alto/Kalifornien – Der Nachweis der zellfreien RNA von 9 Genen hat in einer Studie in Science (2018; 360: 1133–1136) das Alter einer Schwangerschaft ebenso präzise bestimmt wie eine
Bluttests können Geburtstermin und (vielleicht auch) Frühgeburt voraussagen
7. Juni 2018
Philadelphia – Eine Vorbehandlung mit Mifepriston erhöht nach einem Fruchttod in der Frühschwangerschaft die Chance, eine Ausstoßung des Gestationssacks mit einer Misoprostolbehandlung zu erreichen
Frühe Fehlgeburt: Mifepriston plus Misoprostol erleichtern Abort
6. Juni 2018
München – Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hat Frauen davor gewarnt, einen Kinderwunsch auf ein höheres Alter zu verschieben. Hintergrund sei, dass immer mehr Frauen die Erfüllung ihres
Kinderwunsch nicht auf das Alter 40+ verschieben
6. Juni 2018
Amsterdam – Der Lebensmitteldiscounter Lidl verbannt in den Niederlanden Zigaretten aus seinen Läden. Man werde als erster niederländischer Supermarkt auf den Zigarettenverkauf verzichten, heißt es in
Lidl Niederlande verbannt Zigaretten aus seinen Läden
31. Mai 2018
Berlin – Für ein Verbot der Außenwerbung für Tabakprodukte in Deutschland hat sich anlässlich des heutigen Welt-Nichtrauchertags erneut die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) ausgesprochen. Deutschland sollte

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER