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Altersabhängige Makuladegeneration: Zahl der Erkrankungen steigt

Donnerstag, 31. Mai 2018

München – Immer mehr Menschen leiden an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Laut der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) ist die Netzhauterkrankung bereits heute für jede zweite Erblindung verantwortlich, 2030 – so die DOG-Schätzungen – werden 5,5 Millionen Bundesbürger davon betroffen sein. Vor diesem Hintergrund rät die Fachgesellschaft älteren Menschen zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen.

„Das Problem ist, dass Patienten die Erkrankung oft erst dann bemerken, wenn bereits bleibende Schäden auf der Netzhaut entstanden sind“, erklärte Frank Holz, vom Vorstand der Stiftung Auge der DOG, im Vorfeld des Sehbehindertentags am 6. Juni 2018.

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Für Augenärzte seien die Frühstadien der AMD – sogenannte Drusen – dagegen sehr wohl erkenn- und auch behandelbar. Trotzdem ist die Bereitschaft zur augen­ärztlichen Vorsorge in Deutschland laut DOG eher gering und findet insbesondere bei älteren Menschen viel zu selten statt. So leidet laut OVIS-Studie der Stiftung Auge jeder zweite Bewohner eines Senioren- oder Pflegeheims unter Sehproblemen, jeder fünfte musste aufgrund einer akuten Augenerkrankung behandelt werden.

Vergleicht man die Anzahl der Jahre, in denen Menschen mit einer chronischen Erkrankung leben müssen, hat die AMD eine größere Bedeutung für die Volks­gesundheit als etwa die rheumatoide Arthritis, Parkinson oder Leukämie. „Wir erwarten, dass sich dieser Trend in Zukunft noch verstärken wird “, unterstrich DOG-Presse­sprecher Horst Helbig. Um den wachsenden Versorgungsbedarf aufgrund des demografischen Wandels abdecken zu können, werden laut DOG-Prognose bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent mehr Augenarztpraxen benötigt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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