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Politik

Fachpflegequote im Funktionsdienst gefordert

Donnerstag, 31. Mai 2018

/dpa

Berlin – Durch zunehmende Beschäftigung fachfremden und nicht qualifizierten Personals in den Funktionsbereichen geraten Patientensicherheit und Versorgungs­qualität in Gefahr. Darauf hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflege im Funktionsdienst im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hingewiesen und in einem neuen Positionspapier eine Fachpflegequote im Funktionsdienst gefordert.

Während in Notaufnahmen, OP-Bereichen, Intensivstationen oder Endoskopie­abteilungen bestimmte Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten ausschließlich qualifizierten Fachärzten vorbehalten seien, gebe es in der Pflege in diesen Feldern bislang keine entsprechenden Regelungen.

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„Im Sinne der Weiterentwicklung und Spezialisierung der Pflege im Funktionsdienst müssen diese fachlichen Anforderungen analog dem Facharztstandard angepasst werden“, mahnt der Berufsverband mit Verweis auf eine Studie aus dem Jahr 2014. Danach ist die Sterbe-, Infektions- und Komplikationsrate geringer, je höher der Anteil an qualifizierten Pflegefachpersonen ist.

In einem weiteren Positionspapier fordert die BAG eine bundesweite Anerkennung und Harmonisierung der Weiterbildungen im Funktionsdienst. So gebe es im föderalen System nach Länderrecht bislang weder inhaltliche Standards noch einheitliche Regelungen zur Anerkennung bestimmter Weiterbildungen.

„Die Möglichkeit der staatlich anerkannten Fachweiterbildung in den Funktions­diensten stellt ein zusätzliches Element der Qualitätssicherung dar, um die pflegerische Versorgung der Patienten in diesen speziellen Bereichen auf einem hohen Niveau zu halten“, so die BAG. © hil/sb/aerzteblatt.de

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