NewsPolitikBis zu 14.000 Cannabispatienten in Deutschland
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bis zu 14.000 Cannabispatienten in Deutschland

Donnerstag, 31. Mai 2018

/dpa

Bremen – Bundesweit werden derzeit zwischen 12.000 und 14.000 Patienten aus medizinischen Gründen mit Cannabis versorgt. Das geht aus einer gestern veröffent­lichten Antwort des Bremer Senats auf eine parlamentarische Anfrage hervor, für die die größeren Landesverbände der Krankenkassen befragt wurden.

Die bundesweite Anzahl der Patienten ergebe sich aus den Abrechnungsdaten der Kostenträger und beziehe sich auf den Zeitraum ab 2017, hieß in der Antwort. 2015 und 2016 sei die Verordnung von Cannabis nur in Einzelfällen möglich gewesen. Erst im März 2017 sei das Cannabisgesetz in Kraft getreten.

Anzeige

Die Zahl der Patienten entspreche der Zahl der positiv beschiedenen Anträge der Krankenkassen. Die Ablehnungsquote liege bei 30 bis 35 Prozent. Abgelehnt wurden Anträge unter anderem deshalb, weil keine schwerwiegende Erkrankung vorlag, alternative Therapien noch nicht ausgeschöpft waren oder eine Kontraindikation festgestellt wurde. Dazu gehöre zum Beispiel eine Suchterkrankung wegen Alkohol, Drogen oder Medikamenten.

Die Bremer FDP-Fraktion hatte nach Daten für die Hansestadt gefragt. Laut Senat verwiesen die Krankenkassen aber darauf, dass landesspezifische Zahlen bislang nicht vorgelegt werden könnten und lediglich bundesweite Zahlen valide generiert würden. Eine Aufschlüsselung der Verordnungsdaten nach Bundesländern oder Städten für die Kostenträger sei bislang gesetzlich nicht vorgeschrieben. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #725920
Syntaxie
am Freitag, 1. Juni 2018, 16:16

Ziemlich übelwillig....

von den Kassen:

"Abgelehnt wurden Anträge unter anderem deshalb, weil keine schwerwiegende Erkrankung vorlag, alternative Therapien noch nicht ausgeschöpft waren oder eine Kontraindikation festgestellt wurde. Dazu gehöre zum Beispiel eine Suchterkrankung wegen Alkohol, Drogen oder Medikamenten."
----


Thema: Substitution
[....] und 67,8% (259) gaben an, Cannabis als Ersatz für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu nutzen. Die drei wichtigsten Gründe für eine Substitution mit Cannabis waren „weniger Entzug“ (67,7%), „weniger Nebenwirkungen“ (60,4%) und „besseres Symptommanagement“. Insgesamt ersetzten 75,5% (305) der Befragten mindestens eine andere, gesundheitlich gefährlichere Substanz durch Cannabis . Das deutet darauf hin, dass bereits jetzt, da Cannabis nicht in staatlichen Substitutionsprogrammen zur Verfügung steht, viele Patienten Cannabis als wirksame Substitutionshilfe und als sicherere Ergänzung oder Alternative zu ihrem verschreibungspflichtigen Medikament nutzen, schlussfolgern die kanadischen Forscher in der Studie.( https://sensiseeds.com/de/blog/ausstiegsdroge-cannabis/ )
LNS

Nachrichten zum Thema

10. Dezember 2018
Celle – Ein an der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidender 31-Jähriger ist mit seiner Klage vor Gericht gescheitert, seine Erkrankung mit Cannabis behandeln zu wollen. Das
Kein Cannabis auf Rezept für ADHS-Patienten
7. Dezember 2018
Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, plant, die Vorbeugung gegen Cannabiskonsum insbesondere an Schulen auszubauen. Ab dem kommenden Jahr solle eine halbe Million Euro
Cannabiskonsum steigt, Prävention an Schulen soll ausgebaut werden
4. Dezember 2018
Luxemburg – Luxemburg treibt die Legalisierung von Cannabis zum Freizeitgebrauch für Erwachsene voran. Gestern erzielten die drei Parteien der künftigen Regierungskoalition – Liberale, Sozialisten und
Luxemburg will Cannabis legalisieren
20. November 2018
Berlin – Die Grünen setzen sich für leichtere Bedingungen bei der Behandlung mit Cannabis ein. Sie fordern, dass die Krankenkassen bei der Verordnung von Cannabis als Medikament künftig nicht mehr
Grüne setzen sich für erleichterte Cannabis-Anträge ein
19. November 2018
Frankfurt/Bonn – Die Bemühungen für den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland kommen einen Schritt voran. Morgen endet die Frist des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte
Ausschreibungsfrist für medizinisches Cannabis endet
16. November 2018
Berlin – Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat seinen Widerstand gegen eine Freigabe des Rauschmittels Cannabis aufgegeben. In einem Interview mit der Berliner Morgenpost von heute verglich er
Berlins Innensenator für Cannabisfreigabe
7. November 2018
Mexiko-Stadt – In Mexiko hat die Partei des designierten Präsidenten Andrés Manuel López Obrador erste Schritte für eine Legalisierung von Cannabis unternommen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde
LNS
NEWSLETTER