NewsAuslandAkuter Geldmangel gefährdet Nothilfe für syrische Flüchtlinge
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Akuter Geldmangel gefährdet Nothilfe für syrische Flüchtlinge

Freitag, 1. Juni 2018

Amman – Akuter Geldmangel könnte internationale Organisationen bald zwingen, ihre Nothilfe für syrische Flüchtlinge im Nahen Osten zu kürzen. Gleichzeitig warnten mehrere Hilfsorganisationen gestern, in der Vergangenheit habe die Unterfinanzierung der Syrien-Hilfe zu Flüchtlingsströmen nach Europa geführt.

Von den in diesem Jahr benötigten rund 5,6 Milliarden Dollar (etwa 4,8 Milliarden Euro) seien bisher erst rund 20 Prozent finanziert worden, sagte der Direktor des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in der Region, Amin Awad, in der jordanischen Hauptstadt Amman. „Das ist nicht genug“, warnte er. Man sei bereits in Verzug damit, Flüchtlingen Bargeldhilfe auszuhändigen.

Anzeige

Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen richtete das UNHCR eine dringenden Appell an die Geberländer, mehr Unterstützung zu leisten. „Es gibt genug Mittel, um diesen brutalen Krieg fortzusetzen“, sagte der Regionaldirektor des Kinderhilfswerks Unicef, Geert Cappelaere. „Kommt nicht und sagt uns, es gebe kein Geld.“

Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011 sind den UN zufolge rund 5,6 Millionen Menschen als Flüchtlinge in den Nachbarländern registriert worden. Bereits in den vergangnen Jahren hatten sich die Hilfsorganisationen immer wieder über eine drastische Unterfinanzierung ihrer Arbeit beklagt. Im vergangenen Jahr erhielten sie von den benötigten rund 4,6 Milliarden Dollar nur etwas mehr als die Hälfte. Deutschland gehört dabei zu den größten Geldgebern. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Februar 2019
Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die Verantwortlichen in Venezuela aufgefordert, so schnell wie möglich den Weg für medizinische Hilfslieferungen freizumachen. Die Gesundheitsversorgung in dem
Marburger Bund solidarisiert sich mit Ärzten in Venezuela
12. Februar 2019
Straßburg – Die Europäische Union (EU) will sich besser gegen Naturkatastrophen wappnen. Das Europaparlament stimmte heute mit großer Mehrheit für ein neues gemeinsames Einsatzverfahren. Bei Notfällen
Europäische Union baut Hilfe bei Naturkatastrophen aus
11. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Der UN-Flüchtlingskoordinator für Venezuela, José Samaniego, hat zu verstärkten Hilfsanstrengungen für die Nachbarstaaten des südamerikanischen Landes aufgerufen. Inzwischen gebe es
UN-Flüchtlingskoordinator will mehr Hilfe für Venezuela
8. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Die erste US-Hilfslieferung für die notleidende Bevölkerung Venezuelas ist in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta eingetroffen. Zehn Lastwagen hätten rund 100 Tonnen Lebensmittel,
Humanitäre US-Hilfe erreicht Grenze zu Venezuela
7. Februar 2019
Bukarest – Die EU-Staaten müssen aus Sicht der Bundesregierung möglichst rasch eine vorübergehende Lösung für die immer wieder im Mittelmeer blockierten Rettungsschiffe finden. „Aus unserer Sicht ist
Lösung für blockierte Rettungsschiffe „Gebot der Humanität“
6. Februar 2019
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) warnt vor zunehmenden Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen und auf medizinisches Personal in Libyen. Zwischen Januar 2018 und Februar 2019 seien
WHO warnt vor Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen in Libyen
5. Februar 2019
Ottawa – Angesichts der tiefen Krise in Venezuela will Kanada humanitäre Hilfe in Höhe von umgerechnet 35 Millionen Euro leisten. Das kündigte Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei einem Treffen
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER