NewsVermischtesHelmholtz-Zentrum stellt Plattform für klinische Studien zu Allergien vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Helmholtz-Zentrum stellt Plattform für klinische Studien zu Allergien vor

Dienstag, 5. Juni 2018

/dpa

München – Eine Onlineplattform für klinische Studien zu Allergien hat der Allergieinformationsdienst am Helmholtz-Zentrum München vorgestellt. Sie soll Ärzte und Patienten unabhängig und transparent darüber informieren, welche klinischen Studien zu Allergien im Augenblick laufen und welche Möglichkeiten bestehen, daran teilzunehmen. Zum Auftakt des Angebotes stehen insbesondere Studien zu häufigen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis im Fokus.

„Die Studienplattform ist ein weiteres Angebot, mit dem wir Patienten direkt aus der Forschung unterstützen wollen“, erläutert Günther Wess, CEO des Helmholtz-Zentrums München. Sie erhielten damit die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern zu verschaffen.

Anzeige

Transparenz wichtig

Die Nutzer finden auf der Plattform neben Angaben zum Krankheitsbild, zu Aufnahme­kriterien und Untersuchungsrahmen auch Informationen über Finanzierungsquellen und Ansprechpartner in den teilnehmenden Studienzentren. Außerdem gibt es Hinweise zur Organisation von Studien und zu den Rechten der Patienten. Die Initiatoren der Plattform legen nach eigenen Angaben großen Wert auf Transparenz, beispielsweise bei der Offenlegung gegebenenfalls beteiligter Firmen.

Eine Steuerungsgruppe aus fünf Allergologen deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen begutachtet jede Studie, ehe sie auf der Plattform veröffentlicht wird. „So stellen wir sicher, dass nur Informationen zu seriösen wissenschaftlichen Studien die Patienten erreichen“, erläuterte Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und Mitglied der Steuerungsgruppe im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes. „Die DGAKI unterstützt dieses neue Angebot ausdrücklich“, betonte er. 

Das Helmholtz-Zentrum München hat in den vergangenen fünf Jahren zu seinen drei medizinischen Forschungsschwerpunkten eigene Informationsdienste und darin verankerte Studienplattformen entwickelt. Neben dem Allergieinformationsdienst stehen Angebote für Diabetes und Lungenerkrankungen zur Verfügung. „Alle drei Dienste wurden mit dem Ziel aufgebaut, bundesweit Standards zu setzen für qualitätsgesicherte, evidenzbasierte und gleichzeitig allgemein verständliche Patienteninformation im digitalen Zeitalter“, hieß es aus dem Helmholtz-Zentrum. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. Januar 2019
Neapel – Die Darmflora hat offenbar einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien. Dies zeigen tierexperimentelle Studien in Nature Medicine (2019; doi:
Darmbakterium könnte vor Milchallergie schützen
7. Januar 2019
München – Das elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN) in Bayern steht kurz vor dem Start. Es soll aktuelle und genaue Echtzeitdaten zum Pollenflug in Bayern bereitstellen. „Ab dem Frühjahr
Elektronisches Polleninformationsnetzwerk in Bayern kurz vor dem Start
20. November 2018
Brisbane/Kalifornien – Eine orale Immuntherapie kann Kinder und Jugendliche mit Erdnussallergie vor schweren Reaktionen nach einer versehentlichen Exposition schützen. Dies zeigen die Ergebnisse einer
Erdnuss-Allergie: Orale Immuntherapie schützt bei versehentlicher Exposition
16. November 2018
Seattle – Babys, deren Eltern den Schnuller zum Saubermachen selbst in den Mund nahmen, könnten einen gesundheitlichen Vorteil haben. In der Henry-Ford-Health-System-Studie zeigten diese Kinder einen
Allergien: Art der Schnullerreinigung beeinflusst IgE-Werte
14. November 2018
München – Moderne, aber auch ursprüngliche Weizenarten wie Einkorn, Emmer und Dinkel enthalten natürlicherweise eine Gruppe von Proteinen: Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI). Sie stehen unter im
Weizenunverträglichkeit: Einkorn könnte besser verträglich sein als Weizen, Dinkel und Emmer
31. Oktober 2018
New York – Die spezifische Immuntherapie, die durch eine allmählich gesteigerte Dosis eines Allergens eine Toleranz des Immunsystems anstrebt, ist auch bei einer Weizenallergie sicher und effektiv.
Spezifische Immuntherapie in Studie bei Weizenallergie (vorübergehend) wirksam
29. Oktober 2018
Berlin – Nach dem Start seines Pilotprojekts im Juni haben Forscher und Ambrosia-Scouts Fortschritte in Berlin im Kampf gegen die hochallergene Pflanze vermeldet. Einer der Brennpunkte in der Nähe des
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER