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Helmholtz-Zentrum stellt Plattform für klinische Studien zu Allergien vor

Dienstag, 5. Juni 2018

/dpa

München – Eine Onlineplattform für klinische Studien zu Allergien hat der Allergieinformationsdienst am Helmholtz-Zentrum München vorgestellt. Sie soll Ärzte und Patienten unabhängig und transparent darüber informieren, welche klinischen Studien zu Allergien im Augenblick laufen und welche Möglichkeiten bestehen, daran teilzunehmen. Zum Auftakt des Angebotes stehen insbesondere Studien zu häufigen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis im Fokus.

„Die Studienplattform ist ein weiteres Angebot, mit dem wir Patienten direkt aus der Forschung unterstützen wollen“, erläutert Günther Wess, CEO des Helmholtz-Zentrums München. Sie erhielten damit die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern zu verschaffen.

Transparenz wichtig

Die Nutzer finden auf der Plattform neben Angaben zum Krankheitsbild, zu Aufnahme­kriterien und Untersuchungsrahmen auch Informationen über Finanzierungsquellen und Ansprechpartner in den teilnehmenden Studienzentren. Außerdem gibt es Hinweise zur Organisation von Studien und zu den Rechten der Patienten. Die Initiatoren der Plattform legen nach eigenen Angaben großen Wert auf Transparenz, beispielsweise bei der Offenlegung gegebenenfalls beteiligter Firmen.

Eine Steuerungsgruppe aus fünf Allergologen deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen begutachtet jede Studie, ehe sie auf der Plattform veröffentlicht wird. „So stellen wir sicher, dass nur Informationen zu seriösen wissenschaftlichen Studien die Patienten erreichen“, erläuterte Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und Mitglied der Steuerungsgruppe im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes. „Die DGAKI unterstützt dieses neue Angebot ausdrücklich“, betonte er. 

Das Helmholtz-Zentrum München hat in den vergangenen fünf Jahren zu seinen drei medizinischen Forschungsschwerpunkten eigene Informationsdienste und darin verankerte Studienplattformen entwickelt. Neben dem Allergieinformationsdienst stehen Angebote für Diabetes und Lungenerkrankungen zur Verfügung. „Alle drei Dienste wurden mit dem Ziel aufgebaut, bundesweit Standards zu setzen für qualitätsgesicherte, evidenzbasierte und gleichzeitig allgemein verständliche Patienteninformation im digitalen Zeitalter“, hieß es aus dem Helmholtz-Zentrum. © hil/aerzteblatt.de

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