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Ausland

WHO sieht weltweit zu wenig Hilfe bei psychischen Krankheiten

Donnerstag, 7. Juni 2018

/photographee.eu, stock.adobe.com

Genf – Jeder vierte Mensch wird nach Schätzungen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in seinem Leben einmal psychisch krank, aber für viel zu wenige gebe es weltweit Hilfe. „300 Millionen Menschen erkranken pro Jahr an Depressionen, 800.000 begehen Suizid“, sagte Tarun Dua von der WHO-Fachabteilung für psychische Gesundheit heute in Genf. Man müsse die Hilfe für diese Menschen massiv ausbauen. Durch Arbeitsausfälle von psychisch Kranken gingen der Weltwirtschaft jedes Jahr eine Billion Dollar verloren.

Die WHO stellte heute ihren 5. Atlas psychische Gesundheit vor. Danach ist im Vergleich zur ersten Atlas-Ausgabe 2014 die Rate der Suizide um acht Prozent gesunken, von statistisch 11,4 pro 100 000 Menschen auf 10,5. Angepeilt sind zehn Prozent Reduzierung bis 2020. In manchen Ländern gebe es pro 100.000 Einwohner nur eine im Umgang mit psychischen Problemen ausgebildete Fachperson. Auch in Ländern mit hohen Einkommen müssten die Ausgaben aber deutlich erhöht werden, um allen Betroffenen gerecht zu werden.

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In der WHO-Region Europa, die auch Tadschikistan, Weißrussland und die Türkei umfasst, waren die Ausgaben pro Kopf für psychische Gesundheit mit Abstand am größten: 21,7 Dollar im Jahr, verglichen mit weniger als zehn Cent in der Region Afrika. Viele Interventionen seien nicht kostenintensiv, so Dua. Wenn schon bei Kindern auf gesunden Schlaf, nahrhaftes Essen und physische Aktivitäten geachtet werde, könne das psychischen Krankheiten vorbeugen. © dpa/aerzteblatt.de

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MPeuser
am Donnerstag, 7. Juni 2018, 20:33

Psychische Erkrankungen

Immer mehr komme ich auf Grund meiner Forschungen zur Erkenntnis, dass ein Anteil der psychischen Erkrankungen auf eine nicht artgerechte Darmflora beruht. Die Erforschung der Darmflora steckt noch in den Kinderschuhen und wird in wenigen Jahren den höchsten Stellenwert in der Erforschungen der Ursachen der Krankheiten einnehmen.
Alles beginnt schon bei der unnatürlichen Geburt der Menschen. 35 % der heutigen Kinder kommen per Kaiserschnitt zur Welt, wo es zu keiner Stuhlübertragung der Mutter zum Kind kommt. Auch bei der vaginalen Geburt wird beim Neugeborenden das Polöchchen sofort mit einer Creme verstopft, so dass die 1000 verschiedenen Darmbakterien nicht in den noch sterilen Darm gelangen. Ein totaler Wahnsinn!!!
Autismus bis hin zu hunderten anderen Krankheiten sind die Folge.
All das Elend kann man vermeiden, wenn bei jeder Geburt zusätzlich per Wattestäbchen eine Menge von einem Kopf einer Stecknadel vom Stuhl der Mutter an den noch sterilen Darmausgang des Neugeborenen gestrichen wird. So einfach ist das, und hat einen Materialaufwand von EUR 0,01.
Wir müssen von den Tieren, besonders den Säugetieren lernen. Da werden nicht solche Dummheiten wie bei uns Menschen gemacht.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
mpeuser@hotmail.com
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