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Frühe Betreuung von Rheumapatienten durch Rheumatologen schlägt sich in Verordnungen nieder

Freitag, 8. Juni 2018

Berlin – Werden Patienten mit einer neu diagnostizierten rheumatoiden Arthritis (RA) gemeinsam von einem Hausarzt und einem Rheumatologen betreut, erhalten sie in rund 80 Prozent der Fälle Disease-Modifying-Antirheumatic-Drugs (DMARDs), also spezifische entzündungshemmende Medikamente. Das zeigt eine neue Analyse aus dem Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi).

Die Wissenschaftler gehen darin der Frage nach, mit welchen Medikamenten Patienten behandelt werden, bei denen erstmals eine RA festgestellt wurde. Die Zi-Studie mit Daten aus den Jahren 2009 bis 2015 zeigt, dass bei etwa 44 Prozent aller RA-Patienten im ersten Jahr nach Diagnosestellung DMARDs eingesetzt werden. Jüngere Patienten erhalten dabei in knapp 53 Prozent der Fälle DMARDs, während ältere Patienten bevorzugt Glukokortikoide erhalten.

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Ein weiterer Unterschied wird bei den verschiedenen Untergruppen der RA deutlich. Während 70 Prozent der Patienten mit seropositiver RA eine DMARD-Verordnung erhalten, liegt die DMARD-Verordnungshäufigkeit für Patienten mit seronegativer RA bei 37 Prozent.

Bei der Therapie der RA ist die frühzeitige Kontrolle der zugrundeliegenden Entzündung bekanntlich von zentraler Bedeutung. Entzündungshemmende Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der DMARDs nehmen laut dem Zi eine Schlüsselrolle bei der Therapie ein. „Je früher ein Rheumatologe in die Behandlung eingebunden wird, desto eher kommen DMARDs zum Einsatz“, ziehen die Wissenschaftler des Versorgungsatlas ein Fazit ihrer Untersuchung.

Die Analyse basiert auf den bundesweiten vertragsärztlichen Arzneiverordnungsdaten für die Jahre 2009 bis 2015. Es wurden dabei alle gesetzlich krankenversicherten Patienten im Alter von 15 bis 79 Jahren erfasst, die im Untersuchungszeitraum mindestens einen Arztkontakt hatten, unabhängig davon, ob Arzneimittel verordnet wurden oder nicht. © hil/aerzteblatt.de

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