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Patientenmorde: Ermittler warten auf Ergebnisse aus der Türkei

Freitag, 8. Juni 2018

Oldenburg – In der Mordserie an Krankenhauspatienten warten die Ermittler immer noch auf die Exhumierung von drei möglichen Opfern in der Türkei. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft hatte per Rechtshilfegesuch die türkischen Behörden gebeten, die Leichen von vier früheren Patienten des Ex-Pflegers Niels H. auszugraben und auf Rückstände von Medikamenten zu untersuchen. In drei Fällen habe es bisher keine offizielle Antwort gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Martin Koziolek gestern. Eine Möglichkeit das Ganze zu beschleunigen, gebe es nicht.

H. soll mehr als 100 Patienten an den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst getötet haben. Wegen sechs Taten sitzt er bereits lebenslang in Haft. Ab Ende Oktober muss er sich wegen 98 Morden erneut vor Gericht verantworten. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei rund 130 Gräber öffnen lassen, vor allem in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Es gab aber auch eine Exhumierung in der Türkei und eine in Polen. Bei beiden hatte sich der Verdacht nicht erhärtet.

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In einem der noch ausstehenden Fälle in der Türkei könnte es möglicherweise doch schon eine Exhumierung gegeben haben. Entsprechende Hinweise seien von Angehörigen gekommen, sagte Koziolek. „Die Geschädigten haben uns Unterlagen zugeschickt. Wir prüfen gerade, ob das Material stichhaltig ist und ob das überhaupt Rückschlüsse zulässt.“ © dpa/aerzteblatt.de

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