NewsMedizinKrebs im Kindesalter – deutlich erhöhtes Risiko für spätere Krebsneuerkrankung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Krebs im Kindesalter – deutlich erhöhtes Risiko für spätere Krebsneuerkrankung

Freitag, 8. Juni 2018

/pingpao, stockadobecom

Köln – Kinder haben nach einer überstandenen Krebserkrankung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ohne Krebserkrankung im Kindesalter ein deutlich erhöhtes Risiko, in den Folgejahren ein weiteres Mal an Krebs zu erkranken. Dies zeigt eine Studie aus der Universität Mainz in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 385–92). Die Studie basiert auf Daten des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKR) aus den Jahren 1980 bis 2014.

Von den 47.650 Kindern, die eine Krebsdiagnose seit 1980 mindestens 6 Monate überlebt haben, waren 1.262 im Zeitraum bis 2014 von einer Krebsneuerkrankung betroffen. Im Vergleich zur deutschen Allgemeinbevölkerung war das altersadjustierte Risiko für eine Krebsneuerkrankung 6,5-fach erhöht. Die Autoren gehen davon aus, dass dieses Risiko mit zunehmender Überlebensdauer noch größer sein wird. Auf die Ersterkrankung zurückgehende Rezidive, Metastasen oder Infiltrationen wurden bei dieser Analyse nicht berücksichtigt.

Als mögliche Risikofaktoren für eine erneute Krebserkrankung gelten genetische Prädispositionen, aber auch Chemo- und Strahlentherapie bei Ersterkrankung oder Stammzelltransplantationen. Da das DKKR als epidemiologisches Register nicht über Therapiedaten verfügt, konnte der Einfluss der Therapie auf das Folgekrebsrisiko nicht untersucht werden. Die Erhebung und Auswertung von Therapiedaten ist aktuell eine der Hauptaufgaben in der Spätfolgenforschung und lässt möglicherweise Aussagen darüber zu, ob und wie sich schonendere Therapieverfahren auf das Risiko einer Neuerkrankung auswirken.

Die Autoren betonen, dass mögliche Krebsneuerkrankungen eine schwere Belastung für die Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindesalter darstellen. Bei der ärztlichen Versorgung müsse kontinuierlich dieses erhöhte Risiko berücksichtigt werden. © tg/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #747495
JohnR
am Dienstag, 19. Juni 2018, 21:49

Fiebertherapie nach Abschluss einer erfolgreichen Krebsheilung verhindert Neuerkrankung.

Unter der Voraussetzung, dass der Patient körperlich wieder stark ist, würde ich nach dem erfolgreichen Ende einer Krebstherapie noch eins draufsetzen und die versteckten Krebszellen durch eine Fiebertherapie vernichten. Die Fieberbehandlung ist eine Tortur, sie sollte nur an ausreichend starken Patienten eingesetzt werden.
Avatar #747495
JohnR
am Dienstag, 19. Juni 2018, 21:49

Fiebertherapie nach Abschluss einer erfolgreichen Krebsheilung verhindert Neuerkrankung.

Unter der Voraussetzung, dass der Patient körperlich wieder stark ist, würde ich nach dem erfolgreichen Ende einer Krebstherapie noch eins draufsetzen und die versteckten Krebszellen durch eine Fiebertherapie vernichten. Die Fieberbehandlung ist eine Tortur, sie sollte nur an ausreichend starken Patienten eingesetzt werden.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER