NewsÄrzteschaftSchmerzmediziner fordern Änderung der Bedarfsplanung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Schmerzmediziner fordern Änderung der Bedarfsplanung

Freitag, 8. Juni 2018

Berlin – Der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) hat neue schmerzmedizinische Versorgungsstrukturen gefordert. Hintergrund ist die lange Wartezeit, bis Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen adäquate Hilfe finden. So dauert es dem BVSD zufolge im Schnitt vier Jahre, bis ein Patient eine geeignete Therapie erhält.

Nach Angaben des Berufsverbandes leben in Deutschland mehr als drei Millionen Patienten mit schweren und hochproblematischen chronischen Schmerzen mit psychischen Beeinträchtigungen. „Nur 1.206 ambulant tätige Schmerzspezialisten sind schlicht zu wenig, um den eklatanten Versorgungsbedarf zu decken“, sagte BVSD-Vorsitzender Joachim Nadstawek. Deshalb müsse in die Zukunft der Schmerzmedizin investiert werden.

Anzeige

Dazu gehöre auch die Einführung einer Bedarfsplanung Schmerz­medizin. „In Deutschland existiert kein Facharzt für Schmerzmedizin und daher keine schmerzmedizinische Bedarfsplanung, weil sich die aktuelle Bedarfsplanung zur vertragsärztlichen Versorgung an den bestehenden Facharztgruppen orientiert“, erklärte Nadstawek.

Der BVSD plädiert dabei für eine Bedarfsplanung, die die Schmerzmedizin über eine Subspezialisierung oder eine eigene Arztuntergruppe erfasst. Nadstawek: „Mit der Einführung einer schmerzmedizinischen Bedarfsplanung kann langfristig der Versorgungsbedarf sichergestellt werden und somit ein weiteres Ausdünnen der schmerzmedizinisch tätigen Vertragsärzte verhindert werden.“ © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2018
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) begrüßt neue präventive Therapieansätze gegen Post-Zoster-Neuralgie sowie gegen Migräne. Die Fachgesellschaft bezieht sich damit auf einen
Post-Zoster-Neuralgie und Migräne: Schmerzmediziner begrüßen neue Therapieoptionen
17. Oktober 2018
Hamburg – In Hamburg können sich in den kommenden Monaten elf zusätzliche Rheumatologen niederlassen. Der Zulassungsausschuss aus Ärzten und Krankenkassen hat die Versorgungsaufträge für zehn neue
Elf zusätzliche niedergelassene Rheumatologen in Hamburg zugelassen
15. Oktober 2018
Berlin – Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA), Josef Hecken, hat einen Abbau von Überversorgung im ambulanten Bereich gefordert. „Die Politik muss sich ernsthafter
G-BA-Vorsitzender Hecken fordert Abbau von Überversorgung in Städten
12. Oktober 2018
Berlin – Die Autoren eines Gutachtens zur Umgestaltung der Bedarfsplanung schlagen eine Neuberechnung der Verhältniszahlen zwischen Ärzten und Patienten nach dem tatsächlichen medizinischen Bedarf
Bedarfsplanung: Gutachten schlägt neue Verhältniszahlen vor
28. September 2018
Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands – Landesverband Niedersachsen halten nichts davon, dass sich einige
KV und Pädiater in Niedersachsen gegen befristetes Aussetzen der Bedarfsplanung
27. September 2018
Mannheim – Patienten sind zufriedener und empfinden die Behandlung als besser, wenn sie nicht nur Medikamente erhalten, sondern Ärzte sie informieren und in die Therapieentscheidung einbinden.
Schmerzmediziner empfehlen, Patienten bei Therapie stärker einzubinden
26. September 2018
Berlin – Zu dicke Mauern zwischen den Sektoren der Versorgung, zu unterschiedliche Krankenhausplanungen in den Ländern und eine Versorgungsplanung mit ganz unterschiedlichen Dynamiken: Das diesjährige
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER