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Ärzteschaft

Schmerzmediziner fordern Änderung der Bedarfsplanung

Freitag, 8. Juni 2018

Berlin – Der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) hat neue schmerzmedizinische Versorgungsstrukturen gefordert. Hintergrund ist die lange Wartezeit, bis Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen adäquate Hilfe finden. So dauert es dem BVSD zufolge im Schnitt vier Jahre, bis ein Patient eine geeignete Therapie erhält.

Nach Angaben des Berufsverbandes leben in Deutschland mehr als drei Millionen Patienten mit schweren und hochproblematischen chronischen Schmerzen mit psychischen Beeinträchtigungen. „Nur 1.206 ambulant tätige Schmerzspezialisten sind schlicht zu wenig, um den eklatanten Versorgungsbedarf zu decken“, sagte BVSD-Vorsitzender Joachim Nadstawek. Deshalb müsse in die Zukunft der Schmerzmedizin investiert werden.

Dazu gehöre auch die Einführung einer Bedarfsplanung Schmerz­medizin. „In Deutschland existiert kein Facharzt für Schmerzmedizin und daher keine schmerzmedizinische Bedarfsplanung, weil sich die aktuelle Bedarfsplanung zur vertragsärztlichen Versorgung an den bestehenden Facharztgruppen orientiert“, erklärte Nadstawek.

Der BVSD plädiert dabei für eine Bedarfsplanung, die die Schmerzmedizin über eine Subspezialisierung oder eine eigene Arztuntergruppe erfasst. Nadstawek: „Mit der Einführung einer schmerzmedizinischen Bedarfsplanung kann langfristig der Versorgungsbedarf sichergestellt werden und somit ein weiteres Ausdünnen der schmerzmedizinisch tätigen Vertragsärzte verhindert werden.“ © hil/sb/aerzteblatt.de

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