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Präventive Hausbesuche bei Senioren bewähren sich

Montag, 11. Juni 2018

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Stuttgart – Selbstständig lebende ältere Menschen profitieren von präventiven Hausbesuche. Das berichteten Pflegeexperten und Kommunen auf der Abschlussveranstaltung des Landesmodellprojektes „PräSenZ – Prävention für Senioren Zuhause“ in Stuttgart.

PräSenZ wurde von 2014 bis Ende 2017 in drei unterschiedlich großen Kommunen in Baden-Württemberg erprobt. Kernbestandteil waren präventive Hausbesuche für selbstständig lebende ältere Menschen. Im Rahmen des Projektes wurden mehr als 700 Senioren besucht und rund 1.700 Beratungsgespräche durchgeführt und ausgewertet. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) hat das Vorhaben geleitet und wissenschaftlich ausgewertet. 

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„Das Aufgabenspektrum rund um präventive Hausbesuche ist multidimensional und hängt auch davon ab, welche Angebote in Kommunen schon existieren und welche noch nicht“, erläuterte die Projektleiterin Anne Gebert. Ein Hausbesuch dauere im Schnitt zwischen einer und zwei Stunden. Die Mehrzahl der Senioren benötigte einen Hausbesuch, andere zwei bis drei. Das Themenspektrum reiche von Prävention und Vorsorge über Pflegebedürftigkeit und Teilhabe bis hin zu Kontaktaufnahmen mit Ämtern und Versicherungen. „Die Beraterinnen leisten eine enorm wichtige Arbeit. Sie fungieren als Ansprechpartner der Kommune für die Senioren und bauen zugleich Brücken für die älteren Menschen in ganz verschiedene Bereiche hinein“, so Gebert.

„Zu Anfang gab es auch Skepsis. Aber wir konnten mit PräSenZ zeigen, dass sich eine gezielte und gut vernetzte präventive und aufsuchende Arbeit mit und für Senioren in der Verantwortung von Kommunen für alle Beteiligten lohnt“, sagte der Leiter des DIP, Frank Weidner. So belegten die Projektergebnisse, dass die Beraterinnen die Senioren sehr gut erreicht und ihre Selbstständigkeit im Alter gezielt gestärkt hätten.

Die drei teilnehmenden Modellkommunen waren die Gemeinde Neuweiler im Land­kreis Calw, die Stadt Rheinfelden direkt an der Grenze zur Schweiz sowie die Stadt Ulm. Eigens geschulte Beraterinnen, die aus ihren pflegerischen und sozialen Berufen Vorerfahrungen mitbrachten, besuchten die Senioren. Das Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, die gesetzliche und private Pflege­versicherung sowie kommunale Landesverbände haben das Projekt gefördert.

„Präventive Hausbesuche stellen eine sinnvolle und effektive Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie etwa Pflegeberatung und Pflegestützpunkten dar und können dazu beitragen, Nachfragen und Angebote vor Ort viel besser aufeinander abzustimmen“, zog Weidner ein Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #720508
e.ne
am Montag, 11. Juni 2018, 20:36

Was mich stört ist das sich fallen lassen der Senioren zu Hause - z.B. NRW

Wenn ein Ehepaar fähig ist die Arztpraxis zu besuchen, dann sind sie auch fähig die Apotheke
aufzusuchen. Und sie sollten sogar fähig sein - sich ihre Medikamente selber in die Tagesdosierung
zu legen - mit Hilfe von selbstklebenden Zetteln auf denen sie die Uhrzeit der geplanten Einnahme
aufschreiben können und nach der Einnahme abhacken können.
Ich kann keinen Grund erkennen um zu erkennen warum für die Apotheke - die nötigenfalls alle
auch nach Hause liefern - und zum Tablette in die Tagesschiene zu legen, ein Pflegedienst kommen muss. - Diese Dienste kommen und gehen. - Was fehlt: Ist die Zeit für ein Gespräch und sich im Haus
Wohnung/Haushalt auch mal umzugucken. Nach der Ernährung zu fragen - sonstiges was wichtig ist und ggf auch beim Hausarzt untergeht. - Dazu aber fehlt die Zeit wegen ggf überflüssigen Hilfeleistungen aus Gründen der Bequemlichkeit oder auch Frechheit. Sowas zu unterstützen macht das
ganze System schwierig. Die Einen fordern frech - die Anderen machen genau dies, das Notwendigste was sie machen müssen - und alles sonst Richtige Wichtige fällt raus und durch.
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