NewsAuslandNach Bombardierungen stoppt Ärzte ohne Grenzen ihre Arbeit im Jemen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Nach Bombardierungen stoppt Ärzte ohne Grenzen ihre Arbeit im Jemen

Montag, 11. Juni 2018

Sanaa – Wegen der Bombardierung eines Krankenhauses im Nordjemen hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) ihre Tätigkeiten in der Stadt Abs vorerst ausgesetzt. Ein Angriff der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführten Militärkoalition habe ein neues Behandlungszentrum getroffen, das sich um Cholerapatienten kümmern sollte, hieß es heute in einer Mitteilung der Organisation. Da sich noch keine Patienten in der Einrichtung befunden hätten, habe es keine Opfer gegeben.

Der Luftangriff der Koalition spiegele jedoch deren Respektlosigkeit gegenüber medizinischen Einrichtungen und Patienten wider, sagte der Leiter der MSF-Mission im Jemen, Joao Martins. Das Haus sei gekennzeichnet gewesen, man habe der Militärkoalition die Koordinaten mitgeteilt. Der Angriff sei inakzeptabel, sagte Martins.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes IKRK 71 Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aus dem Jemen abgezogen. Ein Choleraausbruch führte nach Angaben des UN-Nothilfebüros Ocha zu mehr als einer Million Krankheitsfällen. In dem bitterarmen Land auf der arabischen Halbinsel kämpft die international anerkannte Regierung mit Hilfe einer Militärkoalition gegen Huthi-Rebellen, die große Teile im Norden des Landes kontrollieren. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

15. August 2018
Berlin – Die Betreiber des Rettungsschiffs „Aquarius“ wollen allen Schwierigkeiten zum Trotz weiter Migranten aus dem Mittelmeer bergen. Die Geretteten hätten Vergewaltigung, Menschenhandel und
Hilfsorganisationen hinter Rettungsschiff „Aquarius“ wollen weitermachen
15. August 2018
Algeciras – Das Flüchtlingsrettungsschiff „Open Arms“ hat nach einem ersten Verbot und mehrtägiger Ungewissheit den Hafen der südspanischen Stadt Algeciras verlassen dürfen. Das Schiff sei gestern
Rettungsschiff „Open Arms“ darf in Spanien auslaufen
14. August 2018
Valletta – Das seit Tagen auf See ausharrende Rettungsschiff „Aquarius“ mit 141 Migranten an Bord darf auf Malta anlegen. Die Migranten würden auf Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und
Rettungsschiff „Aquarius“ darf in Malta anlegen
13. August 2018
Mataram – Sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok ist die Zahl der Toten auf mindestens 387 gestiegen. In den Trümmern werden noch mehr Opfer vermutet, wie der
Opferzahlen auf Lombok steigen weiter
13. August 2018
Rom – Das Hilfsschiff „Aquarius“ irrt nach der Rettung von 141 Menschen vor der libyschen Küste erneut auf dem Mittelmeer umher. Die Betreiber SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen forderten die
„Aquarius“ sucht nach Aufnahme von Flüchtlingen erneut Hafen
10. August 2018
Prag/Berlin – Ein deutscher Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation, der in Syrien inhaftiert war, hat das Land gestern verlassen können. Der Deutsche und ein weiterer Aktivist verließen
Deutscher Helfer kommt aus syrischem Gefängnis frei
9. August 2018
Mataram – Die Zahl der Toten durch das jüngste Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok ist auf mehr als 300 gestiegen. Mindestens 1.400 Menschen seien schwer verletzt und rund 156.000
NEWSLETTER