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Ausland

Nach Bombardierungen stoppt Ärzte ohne Grenzen ihre Arbeit im Jemen

Montag, 11. Juni 2018

Sanaa – Wegen der Bombardierung eines Krankenhauses im Nordjemen hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) ihre Tätigkeiten in der Stadt Abs vorerst ausgesetzt. Ein Angriff der von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführten Militärkoalition habe ein neues Behandlungszentrum getroffen, das sich um Cholerapatienten kümmern sollte, hieß es heute in einer Mitteilung der Organisation. Da sich noch keine Patienten in der Einrichtung befunden hätten, habe es keine Opfer gegeben.

Der Luftangriff der Koalition spiegele jedoch deren Respektlosigkeit gegenüber medizinischen Einrichtungen und Patienten wider, sagte der Leiter der MSF-Mission im Jemen, Joao Martins. Das Haus sei gekennzeichnet gewesen, man habe der Militärkoalition die Koordinaten mitgeteilt. Der Angriff sei inakzeptabel, sagte Martins.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes IKRK 71 Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aus dem Jemen abgezogen. Ein Choleraausbruch führte nach Angaben des UN-Nothilfebüros Ocha zu mehr als einer Million Krankheitsfällen. In dem bitterarmen Land auf der arabischen Halbinsel kämpft die international anerkannte Regierung mit Hilfe einer Militärkoalition gegen Huthi-Rebellen, die große Teile im Norden des Landes kontrollieren. © dpa/aerzteblatt.de

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