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Hochschulen

14 Forschungsverbünde untersuchen DDR-Geschichte

Mittwoch, 13. Juni 2018

Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt eine detaillierte Erforschung der DDR-Geschichte und des SED-Unrechts. 14 Forschungs­verbünde erhalten dafür insgesamt rund 40 Millionen Euro. 

Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU) sagte: „Viele Menschen in unserem Land haben nur ein geringes Wissen über die DDR.“ Wissenslücken sollten geschlossen werden. „Denn für freie und demokratische Gesellschaften ist es entscheidend, die eigene Vergangenheit zu kennen und kritisch zu hinterfragen“, so die Ministerin. Die Forschungsergebnisse sollten in die Gesellschaft getragen, Gedenkstätten und andere Akteure in die Verbünde einbezogen werden.

Im Fokus der Untersuchungen stehen Nachwirkungen der DDR und ihres Endes bis heute und sogenannte Modernisierungsblockaden in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der DDR. Einige Verbünde widmen sich dezidiert Themen aus dem Gesundheitswesen.

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So widmet sich ein Verbund unter Koordination der Universitätsmedizin Mainz dem Thema „DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren“. 

Ein Verbund widmet sich dem Thema „Menschen mit Behinderung in der DDR“. Er wird von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel koordiniert.

Ein vom Universitätsklinikum Jena koordinierter Verbund beschäftigt sich mit „Seelenarbeit im Sozialismus – Die ambivalente Rolle der Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie im Gesundheitssystem der DDR“.

Das Thema „Sexuelle Gewalt“ untersucht ein Verbund unter Leitung der Universität Leipzig. 

Der Start der Projekte ist ab Herbst 2018 vorgesehen. Insgesamt wird das Ministerium 32 Hochschulen fördern. © hil/aerzteblatt.de

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