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Politik

WM als Dickmacher: Ärzte und Forscher sorgen sich um Fan-Gesundheit

Mittwoch, 13. Juni 2018

/pixs4u, stockadobecom

Wien – Die Fußballweltmeisterschaft in Russland ist aus Sicht von Ärzten und Wissenschaftlern ein potenzieller Dickmacher für Zuschauer und Fans. So warnt die Medizinische Universität Wien davor, während der Spiele vor dem Fernseher zu viele zuckerhaltige Getränke zu trinken. „An manchen Tagen finden drei Spiele statt. Da lassen sich mit Schorlen statt Limonaden und puren Säften viele Kalorien sparen“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Maria Wakolbinger.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert den DFB für seine Werbedeals mit McDonald’s und Coca-Cola. Der Verband bezeichnete es als Skandal, dass der DFB sich in seiner Satzung zur Förderung gesunder Ernährung und ausreichender Bewe­gung bekenne und sich gleichzeitig von den beiden Konzernen sponsern lasse. „Mit seinem Verhalten trägt der DFB mit dazu bei, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, denn ein entscheidender Faktor für Übergewicht ist neben Bewegungsmangel zu fette und zu süße Ernährung“, erklärte Verbandssprecher Josef Kahl.

„McDonald’s und Coca-Cola engagieren sich in karitativen Projekten sowie breiten­sportlichen Initiativen um Aufklärung zum Thema Ernährung und Bewegung“, erklärte der DFB zu der Kritik an seinen Sponsoren. „So ist McDonald’s Förderer des DFB-Fußballabzeichens und unterstützt so die Bewegung von Kindern und Jugendlichen.“ Der Genuss eines Hamburgers mit Salat und Orangensaft stelle zudem nach ökotrophologischen Empfehlungen keine Fehlernährung dar. © dpa/aerzteblatt.de

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