NewsAuslandFlüchtlingsschiff „Aquarius“ auf dem Weg nach Spanien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Flüchtlingsschiff „Aquarius“ auf dem Weg nach Spanien

Mittwoch, 13. Juni 2018

/dpa

Berlin – Das Flüchtlingsschiff „Aquarius“ hat Kurs auf Spanien genommen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen teilte heute in Berlin mit, das Boot habe noch 106 Menschen an Bord. Die restlichen 523 seien je an ein Schiff der italienischen Küstenwache und der italienischen Marine übergeben worden. Diese Flüchtlinge sollen ebenfalls nach Valencia im Osten Spaniens gebracht werden.

Auf der „Aquarius“ sind nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen 51 Frauen, 45 Männer und zehn Kinder. Darunter seien auch Patienten, die besondere medizinische Beobachtung brauchten, etwa weil sie nach der Rettungsaktion in der Nacht auf Sonntag reanimiert werden mussten.

Anzeige

Ärzte ohne Grenzen betreibt die „Aquarius“ gemeinsam mit SOS Mediterranée. Die Chefin der französischen Hilfsorganisation, Sophie Beau, kritisierte, die EU-Staaten hätten die wiederholten Hilferufe Italiens in der Flüchtlingskrise missachtet: „Die Untätigkeit Europas ist kriminell“, betonte Beau in Marseille. Sie sprach von „15.000 Toten innerhalb von drei Jahren“ im Mittelmeer.

Allein am Dienstag kamen nach ihren Angaben mindestens zwölf Flüchtlinge bei einem Schiffbruch ums Leben, weitere 41 konnten demnach von der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch und einem US-Boot gerettet werden. Durch die mehrtägige Überfahrt der „Aquarius“ nach Spanien fehlten nun Helfer vor der libyschen Küste, fügte sie hinzu. Dadurch drohten „angekündigte Todesfälle“. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Februar 2019
Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die Verantwortlichen in Venezuela aufgefordert, so schnell wie möglich den Weg für medizinische Hilfslieferungen freizumachen. Die Gesundheitsversorgung in dem
Marburger Bund solidarisiert sich mit Ärzten in Venezuela
13. Februar 2019
Canberra – Australien erlaubt Geflüchteten aus den Lagern in Nauru und Papua Neuguinea die Einreise für ärztliche Behandlungen. Die Verabschiedung des sogenannten Medivac-Gesetzes „wird unschuldigen
Australien erlaubt Flüchtlingen Behandlung in Australien
12. Februar 2019
Straßburg – Die Europäische Union (EU) will sich besser gegen Naturkatastrophen wappnen. Das Europaparlament stimmte heute mit großer Mehrheit für ein neues gemeinsames Einsatzverfahren. Bei Notfällen
Europäische Union baut Hilfe bei Naturkatastrophen aus
11. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Der UN-Flüchtlingskoordinator für Venezuela, José Samaniego, hat zu verstärkten Hilfsanstrengungen für die Nachbarstaaten des südamerikanischen Landes aufgerufen. Inzwischen gebe es
UN-Flüchtlingskoordinator will mehr Hilfe für Venezuela
8. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Die erste US-Hilfslieferung für die notleidende Bevölkerung Venezuelas ist in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta eingetroffen. Zehn Lastwagen hätten rund 100 Tonnen Lebensmittel,
Humanitäre US-Hilfe erreicht Grenze zu Venezuela
7. Februar 2019
Bukarest – Die EU-Staaten müssen aus Sicht der Bundesregierung möglichst rasch eine vorübergehende Lösung für die immer wieder im Mittelmeer blockierten Rettungsschiffe finden. „Aus unserer Sicht ist
Lösung für blockierte Rettungsschiffe „Gebot der Humanität“
6. Februar 2019
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) warnt vor zunehmenden Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen und auf medizinisches Personal in Libyen. Zwischen Januar 2018 und Februar 2019 seien
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER