NewsPolitikEdeka verringert Zucker und Salz in Eigenmarken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Edeka verringert Zucker und Salz in Eigenmarken

Donnerstag, 14. Juni 2018

/dpa

Hamburg – Der Lebensmittelhändler Edeka hat nach eigenen Angaben den Zucker- und Salzgehalt in mehr als 150 Produkten seiner Eigenmarken verringert. Bei Waren aus den Sortimenten Getränke, Grundnahrung, Konserven, Molkerei- sowie Tiefkühl­produkte sei der Zuckergehalt in den vergangenen drei, vier Jahren durchschnittlich um rund zehn Prozent reduziert worden, teilte der Genossenschaftsverbund heute in Hamburg mit. Bei Cerealien sei der Zuckergehalt seit 2013 um bis zu 30 Prozent verringert worden, bei Erfrischungsgetränken seit 2011 um bis zu 25 Prozent. Um durchschnittlich 30 Prozent sei auch der Salzgehalt vermindert worden.

Bei Süßwaren, alkoholfreien Erfrischungsgetränken und Gebäck soll eine weitere Zucker- und/oder Salzreduktion von bis zu einem Viertel in den nächsten drei Jahren erfolgen, kündigte Edeka an. Das Unternehmen wolle die Verbraucher unterstützen, „ein gesundes und aktives Leben zu führen“.  Die Edeka-Tochter, der Discounter Netto, schloss sich den Vorgaben der Muttergesellschaft an.

Die beiden Lebensmittelhändler stehen nicht allein: Der Discounter Lidl hatte sich selbst verpflichtet, Zucker und Salz in seinen Eigenmarken-Produkten bis zum Jahr 2025 um 20 Prozent zu senken. Man sei auf einem "sehr guten Weg", hieß es im April. Auch Rewe wollte in diesem Jahr bei rund 100 Eigenmarken-Produkten neue zuckerreduzierte Rezepturen einführen. Der Getränkehersteller Eckes-Granini will den Anteil zugesetzten Zuckers bis 2020 um zehn Prozent vermindern.

Nach Empfehlung der Welt­gesund­heits­organi­sation sollten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern weniger als zehn Prozent – idealerweise weniger als fünf Prozent – der täglichen Energiezufuhr aus freien Zuckern stammen, wie die Organisation in ihrem Internetauftritt schreibt. Freie Zucker umfassten alle Monosaccharide und Disaccharide, die der Nahrung durch Lebensmittelhersteller, Köche oder Verbraucher hinzugefügt werden, sowie den natürlichen Zuckergehalt von Honig, Sirup und Fruchtsäften. Der Konsum von zu viel Zucker kann Übergewicht oder Karies fördern und Risiken für Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck erhöhen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21. Juni 2018
Kassel – Trotz der Zunahme von Übergewicht in Deutschland wird auch mangelhafte Ernährung zu einem wachsenden Problem. „Gut 25 Prozent aller stationär in ein Krankenhaus aufgenommenen Patienten weisen
Jeder vierte Krankenhauspatient ist mangelernährt
15. Juni 2018
Saarbrücken – Die Bundesländer wollen Kinder und Jugendliche besser vor gezielter Werbung für Dickmacher schützen. Das haben die Verbraucherschutzminister der Länder heute in Saarbrücken beschlossen.
Bundesländer wollen Kinder vor Lockwerbung für ungesunde Lebensmittel schützen
15. Juni 2018
Berlin – Die Nährwertangaben aller Danone-Produkte sollen schrittweise ab 2019 auf den Verpackungsvorderseiten zusätzlich mit einer Ampel vereinfacht dargestellt werden. Der französische Konzern
Danone führt Lebensmittelampel ein
14. Juni 2018
Pamplona/Spanien – Die einflussreichste Studie der letzten Jahre zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine mediterrane Diät wurde wegen statistischer Ungereimtheiten von den Autoren
PREDIMED-Studie zur mediterranen Diät zurückgezogen – und erneut publiziert
14. Juni 2018
Berlin – Der sogenannte Kompetenzcluster „Nutritional Intervention for Healthy Aging: Food Patterns, Behavior, and Products“ (NutriAct) wird in den kommenden Jahren vom Bundesministerium für Bildung
Weitere Millionenförderung für Forschung zur Ernährung der Generation 50 plus
13. Juni 2018
Wien – Die Fußballweltmeisterschaft in Russland ist aus Sicht von Ärzten und Wissenschaftlern ein potenzieller Dickmacher für Zuschauer und Fans. So warnt die Medizinische Universität Wien davor,
WM als Dickmacher: Ärzte und Forscher sorgen sich um Fan-Gesundheit
12. Juni 2018
Washington/Chapel Hill – Wer hungrig ist, neigt dazu, Dinge schlechter zu bewerten als gesättigte Menschen. Im englischen Sprachraum nutzt man hierfür das Wort „hangry“. Ein leerer Magen allein hat
NEWSLETTER