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Ärzteschaft

Prävention reduziert Verletzungsrisiko beim Fußball

Freitag, 15. Juni 2018

/gashgeron, stockadobecom

Berlin – Mit speziellen Aufwärmprogrammen können Freizeitsportler ihr Risiko für Knieverletzung im Fußball halbieren. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Geeignet sei ein 20- bis 30-minütiges Zirkeltraining mit Lauf-, Balance-, Sprung- und Kraftübungen. Mit einem Sprungtest könnten Sportler zudem klären, ob bei ihnen eine funktionelle X-Bein-Stellung vorliegt und damit das Risiko für eine Knieverletzung erhöht ist. Die Deutsche Kniegesellschaft (DKG) – eine Sektion der DGOU – stellt den Sprungtest und die Präventionsübungen jetzt in einer neuen Broschüre ausführlich vor.

Knieverletzungen treten danach häufig beim Landen nach einem Sprung oder bei Drehbewegungen auf: Ist das Knie dabei nach innen geknickt – also in der X-Bein-Position – und der Körperschwerpunkt befindet sich hinter dem Knie, kommt es zu einer starken Anspannung des Streckmuskels im Oberschenkel. Diese Kraft kann dann zur Ruptur des vorderen Kreuzbandes führen. Das Einbrechen des Kniegelenks nach innen werde begünstigt, wenn Hüft- und Rumpfmuskulatur ungenügend trainiert seien.

Laut der Fachgesellschaft umfasst das Training beim Profifußball auch immer Übungen zur Verletzungsprävention. Beim Amateurfußball komme das aber oft zu kurz. „Der Verletzungsprävention wird in Deutschland bisher leider noch zu wenig Aufmerksam­keit gewidmet“, sagt Wolf Petersen, DKG-Vizepräsident und Mitautor der Broschüre. Dabei sei eine schwere Knieverletzung, egal ob beim Profi oder beim Hobbysportler, eine lebensverändernde Erfahrung.

Studien zeigen laut der Fachgesellschaft, dass Verletzungen des Kniegelenkes durch regelmäßige Aufwärm- und Präventionsprogramme um 27 Prozent und Rupturen des vorderen Kreuzbandes um 51 Prozent reduziert werden können. Das DKG-Programm „Stop X“ zur Prävention von Sportverletzungen am Kniegelenk vereint dafür verschiedene internationale wissenschaftlich etablierte Präventionsprogramme und enthält auch Elemente aus dem Aufwärmprogramm der FIFA mit dem Titel „11+“. © hil/aerzteblatt.de

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