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Medizin

Paul-Ehrlich-In­stitut ordnet Hepatitis-E-Virus-Tes­tung von Blutspenden an

Montag, 18. Juni 2018

/dpa

Bochum – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat angeordnet, dass alle therapeutischen Blutprodukte mit einem Genomnachweis von Hepatitis-E-Viren (HEV) negativ getestet sein müssen. Die neue Regel tritt ab dem 30. September 2019 in Kraft.

Insbesondere bei immunsupprimierten Patienten kann die HEV-Infektion zu einer Chronifizierung führen. Die Versorgung dieses Patientenkollektives mit HEV-negativ getesteten Blutprodukten soll somit verbessert werden. Die Nukleinsäureampli­fikations­technik (NAT) ordnet das PEI dann als verlässlich ein, wenn HEV-Genotypen 1, 2 und 4 verlässlich erkannt werden. Zudem muss es sich um einen CE-zertifizierten Screeningtest handeln oder einen nach den CPMP-Leitfäden validierten Test.

Im Blutspendebereich gibt es hierzu bereits Erfahrungen mit einer HEV-NAT-Testung von Minipools (DRK Baden-Württemberg-Hessen, Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin Bad Oeynhausen, Ruhr-Universität Bochum). Dabei handle es sich aktuell weltweit um das sensitivste Testverfahren, teilt die Pressestelle des Instituts mit. Die Maßnahme diene hier bereits seit 2011 der Prävention von Übertragung von HEV durch Blutkomponenten zur Transfusion.

Bereits im Jahr 2014 hatte das Paul-Ehrlich-Institut ein Expertentreffen einberufen, um die Bedeutung transfusionsbedingter HEV-Übertragungen und den Nutzen einer Blutspendertestung zu erörtern. Am 23. Februar 2017 führte das PEI einen Informationsaustausch (Stufenplanverfahren) mit Blutspendeeinrichtungen in Deutschland durch, der die verpflichtende Einführung einer HEV-Genomtestung als Ergebnis erbrachte. © gie/idw/aerzteblatt.de

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