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Radiologiestation auf Rädern: Bessere Versorgung auf dem Lande

Mittwoch, 20. Juni 2018

/dpa

Potsdam – Eine Radiologiestation auf Rädern will das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann von Juli an zu Kliniken auf dem Lande und einem Krankenhaus in Berlin schicken. „Unser Ziel ist es, die Versorgung der Patienten mit moderner Diagnostik insbesondere in den ländlichen Regionen zu verbessern“, sagte Klinikum-Geschäftsführer Steffen Grebner heute bei der Vorstellung des in einen Sattelzug eingebauten Magnetresonanztomografen (MRT/„Kernspintomografie“).

Die fahrbare MRT-Station soll jede Woche Krankenhäuser in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark), Forst (Spree-Neiße) und das Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf anfahren. Daneben wird es abwechselnd in dem Potsdamer Klinikum und zu Forschungszwecken an der Universität Potsdam eingesetzt. „Ich habe aber schon zwei weitere Anfragen von Krankenhäusern in ländlichen Regionen“, sagte Grebner. Täglich können in dem Truck rund 30 Menschen untersucht werden.

Für kleinere Krankenhäuser in der Peripherie seien nicht nur die hohen Kosten ein Hindernis, selbst einen MRT anzuschaffen, erläuterte Grebner. „Sie bekommen auch nicht mehr die fachlich qualifizierten Ärzte und Mitarbeiter in diese Regionen.“ Daher kann sich Grebner vorstellen, in naher Zukunft weitere rollende Praxen anzubieten: „Mangel besteht etwa bei Dermatologen und in der Augenheilkunde.“

Die MRT-Station auf 35 Quadratmetern in einem Truck wurde mit Investitionskosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro von dem Unternehmen Philips entwickelt. Für das auf acht Jahre angelegte Projekt rechnet Grebner mit Betriebskosten von gut drei Millionen Euro. Nach seinen Angaben ist das Angebot bislang einmalig in Deutschland. „Es gibt bereits mobile MRT, aber kein System, das täglich den Standort wechseln kann“, betonte er. Bis zu zwölf Stunden täglich soll das MRT im Einsatz sein. Dann kann über Nacht ein neuer Standort angefahren und eingerichtet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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