NewsPolitikGe­sund­heits­mi­nis­ter kündigen Beschäftigungs­offensive in der Pflege an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Ge­sund­heits­mi­nis­ter kündigen Beschäftigungs­offensive in der Pflege an

Donnerstag, 21. Juni 2018

/dpa

Düsseldorf – Zum Abschluss der diesjährigen Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz haben Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) und Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) die Pläne der Politik für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege und für mehr Pflegestellen erläutert.

„Ab Anfang 2019 wird jede zusätzlich geschaffene Pflegestelle im Krankenhaus vollständig gegenfinanziert, absolut jede“, sagte Spahn vor Journalisten in Düsseldorf. Wenn es 80.000 Stellen würden, „soll mir das sehr recht sein“, so der Minister. Diese Gegenfinanzierung sei unabhängig vom Träger des Hauses. 

Anzeige

Er trat Missverständnissen in Zusammenhang mit der Zahl von 13.000 zusätzlichen Pflegestellen entgegen. „Diese Zahl 13.000 bezieht sich nur auf die Altenpflege, nicht auf die Krankenpflege in Kliniken“, betonte der Minister. 

Zweitens werde rückwirkend bereits ab 2018 jede Tariferhöhung in der Pflege im Krankenhaus vollständig gegenfinanziert, erläuterte Spahn eine weitere Maßnahme.

Laut dem Minister erarbeitet eine Expertengruppe im Augenblick für das Bundes­gesundheitsministerium Empfehlungen für Personalschlüssel im Krankenhaus. „Kliniken, die in Zukunft systematisch und dauerhaft schlechtere Betreuungsschlüssel bieten, werden sich entweder sehr schnell verbessern müssen oder sie werden aus der Versorgung genommen“, so Spahn.

„Diese Maßnahmen muss man in Zusammenhang mit der neuen Systematik zur Finanzierung der Pflege im Krankenhaus sehen“, ergänzte Prüfer-Storcks. Künftig würden die Pflegekosten aus den Fallpauschalen der Kliniken herausgenommen und eins zu eins direkt bezahlt. „Bisher versteckten sich die Pflegekosten in den Fallpauschalen und niemand hat nachgeprüft, ob die Kliniken diesen Anteil tatsächlich für die Pflege ausgegeben haben“, sagte die Senatorin. Dies werde sich ändern, wenn die Pflegekosten aus den Fallpauschalen herausgenommen seien. Mit der neuen Systematik falle ein wesentlicher Anreiz für die Kliniken weg, an der Pflege zu sparen, so Prüfer-Storcks. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. April 2019
Mainz – Altersgerechte Arbeitsstrukturen für Pflegekräfte sind Mangelware. Dies führt zu einer erhöhten Fluktuation, die mittlerweile eines der größten Probleme für die berufliche Pflege darstellt.
Arbeitsbedingungen für ältere Pflegekräfte oft nicht altersgerecht
18. April 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) rechnet trotz des seit dem 1. Januar des Jahres geltenden Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes nicht mit einer schnellen Verbesserung der Situation für
Spahn rechnet beim Pflegepersonal nicht mit schnellem Anstieg
18. April 2019
München – Der Bayerische Verfassungsgerichtshof muss über das Volksbegehren Pflegenotstand entscheiden. Das Innenministerium hat es abgelehnt und an die höchsten Richter im Freistaat zur Prüfung
Bayerns Innenministerium lehnt Volksbegehren Pflegenotstand ab
17. April 2019
Hamburg – Das Hamburgische Verfassungsgericht will Anfang Mai über die Zulässigkeit des „Volksbegehrens gegen den Pflegenotstand“ entscheiden. Gerichtspräsident Friedrich-Joachim Mehmel setzte gestern
Urteil zum Hamburger Pflege-Volksbegehren Anfang Mai
9. April 2019
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) hat zusammen mit anderen Fachgesellschaften beziffert, wieviele Pfleger in Notaufnahmen nötig sind. Das
Fachgesellschaften beziffern Pflegepersonalbedarf in Notaufnahmen
8. April 2019
Frankfurt am Main – Die Bundesregierung bereitet nach einem Zeitungsbericht einen radikalen Umbau des Verfahrens vor, nach dem die Lohnverhandlungen für Pflegekräfte geführt werden. Von einer neu
Bundesregierung plant Umbau in Pflege-Lohnpolitik
5. April 2019
Berlin – Nur 18 Prozent der Pflegefachkräfte in Deutschland erhalten nach eigener Einschätzung genug öffentliche Anerkennung für ihre Arbeit. Dagegen haben 79 Prozent der Pflegenden das Gefühl, dass
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER