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Mainzer Universitätsmedizin rutscht tief ins Minus

Montag, 25. Juni 2018

/Chris, stock.adobe.com

Mainz – Die Mainzer Universitätsmedizin ist wie erwartet vor allem wegen gestiegener Personalkosten tiefer in die Verlustzone gerutscht. Sie schloss das vergangene Geschäfts­jahr mit einem Minus von 33,2 Millionen Euro ab, wie die Klinik in Mainz mitteilte. Im Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag bei 26,1 Millionen Euro gelegen. Bereits im April hatte die Uniklinik für das Geschäftsjahr 2017 einen Verlust von mehr als 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Personalkosten legten gegenüber dem Vorjahr um 24,5 auf knapp 427 Millionen Euro zu. Rund 60 Prozent der Zunahme sind nach Angaben des Kaufmännischen Vorstands Hans-Jürgen Hackenberg auf Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die Zahl der Vollzeitkräfte stieg von durchschnittlich 5.648 im Jahr 2016 auf 5.725 im Jahr 2017. Nun ist ein Abbau geplant, allerdings im „patientenfernen Bereich“.

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Verhindern konnte das dicke Minus auch nicht eine Zunahme bei der Patientenzahl und damit auch der Erlöse für Krankenhausleistungen. Die Zahl der stationär behandelten Patienten legte binnen Jahresfrist von knapp 68.100 auf nun rund 68.900 zu. Die Zahl der ambulanten Patienten kletterte von rund 94.300 auf knapp 103.700.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär Salvatore Barbaro (SPD) sagte laut einer Mitteilung, mit dem wirtschaftlichen Ergebnis könne er nicht zufrieden sein. Insbesondere medizinische Leistungen müssten künftig noch effizienter und wirtschaftlicher erbracht werden. Vorstand Hackenberg kündigte an, der Personalbestand werde begrenzt. So sollten etwa frei werdende Stellen teilweise verzögert wiederbesetzt werden. Im laufenden Jahr sei der Abbau von etwa 40 Vollzeitkräften geplant. Betriebsbedingte Kündigen würden aber ausgeschlossen.

Vorgesehen sind auch Baumaßnahmen auf dem Unigelände. Hintergrund ist, dass die weiten Wege auf dem dezentral angelegten Standort für große logistische Herausforderungen sorgen. Den Angaben zufolge hat die Landesregierung hierfür bereits rund 70 Millionen Euro zugesagt.

© dpa/aerzteblatt.de

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