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Ärzteschaft

Bundes­ärzte­kammer warnt vor Drogenkonsum

Montag, 25. Juni 2018

/monticellllo, stock.adobe.com

Berlin – Die Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat vor dem Konsum jeglicher Drogen gewarnt. Das gelte für die sogenannten legalen Drogen wie Tabak und erst recht für illegale Substanzen. Dabei solle auch der Konsum von Cannabis nicht verharmlost werden, erklärten die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Josef Mischo und Erik Bodendieck anlässlich des morgigen Welt-Drogentags. „Je jünger die Konsumenten, desto schwerwiegender die Folgen“, sagte Mischo.

Durch eine Legalisierung von Cannabis würden die gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums verharmlost und präventive Bemühungen im Suchtbereich konterkariert, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) zur öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am 27. Juni.

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Nach Einschätzung der BÄK würde eine Cannabis-Freigabe zu steigenden Konsumen­tenzahlen führen und den medizinischen Behandlungsbedarf erhöhen. Die jüngst vorgelegte und vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium geförderte CaPRis-Studie zeige laut BÄK unter anderem auf, dass es durch Cannabiskonsum zu eingeschränkter Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Psychomotorik sowie hirnstrukturellen Veränderungen komme. Zudem steige das Risiko für psychotische Störungen und die Entwicklung eines cannabisbezogenen Abhängigkeitssyndroms deutlich an.

Mit Blick auf den Konsum von Heroin verwies Bodendieck auf die novellierte Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung sowie die Substitutions-Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer. Es sei gut, dass die Politik die Richtlinienkompetenz in diesem wichtigen Bereich auf die ärztliche Selbstverwaltung übertragen habe.

„Die Therapie unterliegt nicht mehr starren gesetzlichen Regelungen, die bislang immer auch die Gefahr von Strafverfahren für die behandelnden Ärzte nach sich zogen“, sagte er. Den Patienten könne nun ärztlicherseits besser und flexibler geholfen werden, um vom Drogenkonsum wegzukommen, nicht mehr straffällig zu werden, ihre Lebenssituation zu stabilisieren und den Weg zurück ins Arbeitsleben zu finden.

© may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #725371
Frager
am Montag, 2. Juli 2018, 14:32

Arbeitsgruppe der Bundes­ärzte­kammer inkompetent?

"Nach Einschätzung der BÄK würde eine Cannabis-Freigabe zu steigenden Konsumen­tenzahlen führen und den medizinischen Behandlungsbedarf erhöhen."

Diese Einschätzung widerspricht den bekannten Fakten und Daten. Nur eine Quelle als Beispiel: https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(15)00217-5/abstract
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 27. Juni 2018, 21:21

Moralinsaure Ignoranz

"die Bundesärztekammer" ist ein privater, nicht eingetragener Verein der Landesärztekammern. Im Gegensatz zu den LÄKs als "Körperschaften öffentlichen Rechts" ist deren Arbeitsgemeinschaft keine juristische Person. Was "die Bundesärztekammer" sagt, ist völlig belanglose Meinungsäußerung von ein paar Funktionären, denen ihr tolles "Amt" zu sehr in den Kopf gestiegen ist. Der BÄK-Vorsitzende ist nur ein machtloser Frühstücksdirektor, der stets und ständig unautorisierte Reden vorgeblich im Namen aller Ärzte hält und unangemessenes Gehör findet.
99% der Ärzte haben keine Ahnung von Cannabis oder gar Suchtmedizin, erkennen selbst einfache Suchtkrankheiten nur bei 0.75 % ihrer Patienten und haben von "Drogen" weniger Wissen als die Konsumenten.
Ein angemessener Umgang mit Cannabis wie zB in Canada oder einigen US-Bundesstaaten ist für diese schreckstarren "Superärzte" völlig unvorstellbar.
Liebe BÄK-Funktionäre, haltet einfach den Mund und geht euch schämen!
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