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Medizin

Schwangerschaft beeinflusst Autismus und ADHS

Dienstag, 26. Juni 2018

lolostock.com

Pasadena/Oslo – Zwei aktuelle Studien führen den Beginn von Autismus und der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf Komplikationen in der Schwangerschaft zurück. Laut einer Datenbankanalyse im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2018; doi: 10.1001/jama.2018.7614) steigert ein Diabetes das Risiko auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASD) steigern. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie in JAMA Pediatrics (2018; doi:10.1001/jamapediatrics.2018.1315) bestätigt, dass Kinder nach einer Frühgeburt häufiger an ADHS erkranken.

Die Diagnose von Autismus und ADHS werden erst im Kindes- oder Schulalter gestellt, viele Experten vermuten jedoch, dass die beiden Erkrankungen früher beginnen, möglicherweise bereits vor der Geburt. Anny Xiang vom Forschungsinstitut des Gesundheitsversorgers Kaiser Permanente in Pasadena hat die Daten von 419.425 Kindern ausgewertet, die zwischen 1995 und 2012 geboren wurden. Bei 5.827 Kindern wurde bis zum Alter von 6,9 Jahren die Diagnose einer ASD gestellt. Darunter waren 877 Kinder, deren Mütter an Typ 1-Diabetes oder Typ 2-Diabetes litten oder bei denen während der Schwangerschaft ein Gestationsdiabetes diagnostiziert worden war.

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Bei allen drei Diagnosen kommt es zu einer Hyperglykämie, die sich über die Plazenta auch auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns auswirkt. Tatsächlich wurde bei Kindern von Müttern mit Typ 1-Diabetes 2,36-fach häufiger eine ASD diagnostiziert. Beim Typ 2-Diabetes war das Risiko um den Faktor 1,45 erhöht. Xiang ermittelte auch für den Gestationsdiabetes ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko, allerdings nur wenn die Diagnose vor der 26. Schwangerschaftswoche gestellt wurde. Xiang schließt daraus, dass das Ausmaß der Hyperglykämie und der Zeitpunkt in der Schwangerschaft das Risiko beeinflussen. Erwähnt werden sollte, dass die wenigsten Kinder der Diabe­tikerinnen später an einer ASD erkranken. Bei den Müttern mit Typ 1-Diabetes waren es 19 von 621 Kindern (3,1 Prozent).

Helga Ask vom Norwegischen Institut für Public Health in Oslo bestätigt in einer bevölkerungsweiten Analyse, dass Frühgeborene im späteren Leben häufiger an ADHS erkranken. Die Forscher setzten die Schwangerschaftsdauer von 113.227 Kindern, die zwischen 1999 und 2008 in Norwegen geboren wurden, mit späteren Diagnosen einer ADHS in Beziehung. Dabei wurden die Daten von 33.081 Geschwisterkindern berücksichtigt, um Verzerrungen aufgrund einer familiären Häufung zu vermeiden. 

Bei Kindern, die zwischen der 22. und 33. Woche zur Welt kamen, wurde im Alter von acht Jahren zu 85 Prozent häufiger eine verminderte Aufmerksamkeit und zu 52 Prozent häufiger eine Hyperaktivität diagnostiziert. Der Einfluss war bei Mädchen deutlich stärker ausgeprägt als bei Jungen. Auch in dieser Untersuchung kam jedoch heraus, dass die meisten Kinder nach einer Frühgeburt im Schulalter keine Verhaltensauffälligkeiten hatten. © rme/aerzteblatt.de

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joerg57
am Samstag, 30. Juni 2018, 11:02

Info über adultes ADHS

Lieber Leser,
hier gesammelte Texte, Videos und Infos.

https://plus.google.com/100574093951392529965/posts

https://www.youtube.com/playlist?list=PLeX6cbwi5X_gB8AUBGWyDjVayjh2t-mTF

Es lohnt sich ADHS zu verstehen als Behandler !

Beste Grüße Jörg Dreher


Ambush
am Donnerstag, 28. Juni 2018, 16:38

Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 und 10% der Bevölkerung

Im Übrigen sind ca. 70% gerade auch der Psychiater in Deutschland ignorant bezüglich ADHS. Unterdiagnostik und das Nicht-Erkennen von ADHS geschehen dort massenhaft. Die Anzahl tatsächlich kompetenter Spezialisten für ADHS (die in den meisten Fällen übrigens mehr oder weniger ausgeprägt selbst ADHS haben) ist leider mehr als überschaubar. Zusätzlich kommt nichts nach, um die alten Hasen und ADHS-Pioniere, die zusehends in den Ruhestand gehen oder aus anderen Gründen, z.B. dem systematischen Mobbing gegen niedergelassene ADHS-Therapeuten durch die institutionalisierte ADHS-Gegnerschaft, aus der Versorgung der ADHS-Patienten ausscheiden, zu ersetzen.

Ich habe selbst Medizin studiert und habe in der Universitätspsychiatrie 4 Monate Praktisches Jahr absolviert. Der Oberarzt meiner Station sagte dort in einem Seminar gegenüber uns Studenten:”…Ich möchte mich bei der Gelegenheit outen als ADHS-Gegner…”…das war übrigens diejenige Universitäts-Psychiatrie, die ansonsten als das ADHS-Zentrum schlechthin in Deutschland gilt. Und selbst dort sieht sich ein Teil der Ärzte als “ADHS-Gegner”…die deutliche Mehrheit der Psychiater in Deutschland dürfte diese Einstellung zu ADHS haben. Bei ca. 4 Millionen Erwachsenen mit ADHS in Deutschland (und das noch gemäß der “konservativen Diagnosekriterien gemäß ICD-10) dürfte riesiger Bedarf für die fachärztliche Betreuung von ADHS-Patienten bestehen und die bisher (Stand 2016) mit ADHS diagnostizierten Erwachsenen dürften sicher nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Leider beißen die Betroffenen bei überwiegend ignoranten und übrigens unethisch (und zwar so gar nicht gemäß Hippokratischem Eid bzw. Genfer Gelöbnis) handelnden Ärzten meistens nur auf Granit und erfahren gerade von dieser gesellschaftliche Gruppe noch stärkere Ablehnung bis hin zu offener Feindschaft, als dies für die Gesellschaft insgesamt gilt. Zeit, mal ein bischen Radau zu machen.
Und das ADHS eben nicht einfach mit dem 18. Lebensjahr verschwindet, sondern bis zum Lebensende besteht, sieht man z.B. am Medicus-Autor Noah Gordon, der erst im Alter von 70 Jahren mit ADHS diagnostiziert wurde: http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/803168/medicus-autor-noah-gordon-wird-90-jahre-alt “Nur wenige Fans der ab 1986 erschienenen „Medicus“-Triloge, die die Medizinerdynastie der Familie Cole im Mittelalter beschreibt, werden von der Tortur wissen, der Gordon sich beim Schreiben unterziehen musste. Wegen einer erst im Alter von 70 Jahren diagnostizierten Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADHS) quälte Gordon sich oft über Stunden, um klare Gedanken zu fassen und zu Papier zu bringen. „Eine Fülle, ein Überangebot schneller Gedanken“ sei ihm dabei durch den Kopf gerauscht, sodass er sich übermäßig stark konzentrieren musste, um gedanklich überhaupt bei einem Thema zu bleiben. “


Außerdem findet sich die bisher älteste bekannte kulturhistorische Schilderung von ADHS nicht erst im Struwwelpeter von 1844, sondern bereits um 250 v. Chr. in einer Ode von Herondas . Dort klagt eine Mutter über einen Jungen, der ihr den letzten Nerv raubt, nicht richtig lesen kann, die Tafel mehr verkratzt, als schön darauf zu schreiben, keine Hausaufgaben macht, mühsam Gelerntes schnell wieder vergisst, überall herumturnt, ständig irgendwelchen Blödsinn macht und falsche Freunde hat.

ADHS gibt und gab es seit Anbeginn der Menschheit, und auch schon zuvor, bei Tieren, gab und gibt es Äquivalente von ADHS – so z.B. den Zappelhund, der nur Gassi gehen kann, wenn er das Ritalin vom Herrchen frisst und spezielle “Persönlichkeiten” bzw. “Typen” bei Schimpansen . In der ADHS-Forschung wird auch sehr viel am Tier-Modell geforscht.

Das die komplexe Realität etwas simplifizierende Modell der Jäger und Sammler in einer Gesellschaft von sesshaften Bauern, auch damit wird ADHS beschrieben.

zum auch wieder bei Psychiatern quantitativ massiv unterschätzten Thema ADHS bei Frauen (die Patientinnen werden dann beim Psychiater vorstellig mit Borderline, Essstörungen, Depressionen und “Burnout”, nach dem zu Grunde liegenden ADHS wird meist nicht einmal sondiert) hier:

http://www.refinery29.de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs

Man sollte dazu vielleicht noch sagen, dass man das Thema ADHS nur dann wirklich zu 100% verstehen kann, wenn man es mehr oder weniger selbst hat. Nicht umsonst sind die meisten der weltweit führenden Wissenschaftler zu ADHS Blutsverwandte von ADHS-Betroffenen oder subklinisch oder leichtgradig manifest selbst von ADHS betroffen.


Mit gemischten Gefühlen muss man dagegen betrachten die Entwicklung des Attributs ADHS als Hipster- und Lifestyle-Thema. Die Dunkelziffer der Prominenten mit ADHS dürfte gigantisch sein, auch in Deutschland (zu Prominenten mit ADHS hier: https://www.adhspedia.de/wiki/Bekannte_Pers%C3%B6nlichkeiten_mit_ADHS )

ADHS wird mehr und mehr gebraucht eben als Hipster und Coolness-Attribut , das wird aber dem Leidensdruck und dem Krankheitswert von ADHS bei der Mehrheit der Fälle nicht gerecht , nichts desto trotz hat z.B. Hollywood in entsprechenden Kreisen schon den Beinamen ADHD City


Ein Vorwurf, der sich in weiten Kreisen leider immer noch hält, ist, ADHS sein eine westliche Wohlstandskrankheit im verweichlichten 21. Jahrhundert, dazu empfehle ich diese BBC-Dokumentation über ADHS in Ägypten:

https://www.youtube.com/watch?v=W-avhR0Vohg

nebenbei ist ADHS im arabischen Raum alles andere als selten:
http://english.alarabiya.net/en/life-style/healthy-living/2015/01/03/Saudi-Arabia-15-of-children-have-ADHD-.html

in der Türkei genau so wenig:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26002410
( “…Our results confirmed a substantially higher ADHD prevalence rate (more than double) than the suggested pooled worldwide prevalence…”)

ADHS ist also keineswegs ein westliches Wohlstandsproblem…

oder Thailand: http://englishnews.thaipbs.or.th/1-million-thai-children-suffer-adhd/ etc. etc.

Ich sehe das so: mit ADHS in der Psychiatrie verhält es sich so wie mit der Nutzung von Pornoseiten im Internet. Beides ist der große, blaue Elefant mitten im Raum , den irgendwo jeder sieht bzw. dessen Präsenz fühlt, aber keiner redet darüber und will was damit zu tun haben.

Und das ADHS eben nicht einfach mit dem 18. Lebensjahr verschwindet, sondern bis zum Lebensende besteht, sieht man z.B. am Medicus-Autor Noah Gordon, der erst im Alter von 70 Jahren mit ADHS diagnostiziert wurde: http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/803168/medicus-autor-noah-gordon-wird-90-jahre-alt “Nur wenige Fans der ab 1986 erschienenen „Medicus“-Triloge, die die Medizinerdynastie der Familie Cole im Mittelalter beschreibt, werden von der Tortur wissen, der Gordon sich beim Schreiben unterziehen musste. Wegen einer erst im Alter von 70 Jahren diagnostizierten Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADHS) quälte Gordon sich oft über Stunden, um klare Gedanken zu fassen und zu Papier zu bringen. „Eine Fülle, ein Überangebot schneller Gedanken“ sei ihm dabei durch den Kopf gerauscht, sodass er sich übermäßig stark konzentrieren musste, um gedanklich überhaupt bei einem Thema zu bleiben. “
joerg57
am Donnerstag, 28. Juni 2018, 08:00

ADHS wird die gesamte Psychiatrie aus den Angeln heben !

Danke für den Kommentar von Ambush !

Wir haben nun seit 2003 die S1 Leitlinien und seit 6/2018 die neuen S3 Leitlinien. Die ewigen Bremser in der Integration von ADHS in die psychiatrische Versorgung richtigen immensen Schaden an, weil wir heute schon sehr vielen Menschen helfen können. Bitte nicht nur die komorbiden Störungen behandeln sondern das ursächliche, schon seit der Kindheit vorhandene, ADHS behandeln ! Selbst bei leicht und mittelschweren Depressionen, bei Suchtpatienten etc. und bei einigen Borderline-Patienten, bei denen ADHS auch vorliegt, kann mit einer Stimulanzientherapie teils wahre Wunder vollbracht werden ! Rettet diese Menschen jetzt !
Ambush
am Mittwoch, 27. Juni 2018, 11:54

Maßgeblich bleibt die Genetik

ADHS und Autismus sind Hirnentwicklungsstörungen , dort spielen zwar auch Faktoren während der Ontogenese im Mutterleib eine Rolle (die jedoch zum nicht unwesentlichen Teil genetisch determiniert sind), so eben auch externe Faktoren, das Maßgeblich bleiben jedoch immer noch die Gene:

Der angeborene Part bei den multifaktoriellen Erklärungsmodellen zur Pathogenese Psychischer Erkrankungen geht auch mehr und mehr zu den Hirnentwicklungsstörungen und ADHS ist die mit Abstand häufigste Hirnentwicklungsstörung aufgrund der evolutionären Vorteile, die ADHS-Gene bzw. mitunter auch phänotypisch manifestes ADHS haben können.

Natürlich ist ADHS nicht Alles-oder-Nichts, sondern eine dimensionale wie auch eine kategoriale Angelegenheit, d.h. es gibt ganz leichte und ganz schwere Fälle und es gibt auch bei ca. gleichem Schweregrad Unterschiede auch in der Neurobiologie. Zudem KÖNNEN (nicht müssen) FAST alle anderen Störungen der Psychiatrie bei ADHS als Komorbidität vorkommen. Z.B. wird geschätzt, dass mehr als 1/3 der Patienten mit Schizoaffektiver Störung / Schizophrenie ebenfalls ADHS hat, bei Depression, “Burnout”, Borderline, Alkoholismus etc. ist es ähnlich.

Das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers (und auch einer der weltweit führenden Genetiker) zu ADHS Prof. Klaus-Peter Lesch von der Psychiatrie der Uniklinik Würzburg zusammen:”…Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen – jeweils minimalen – Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. “ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt”, bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: “Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn – all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.” zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311928.html

Der evolutive Vorteil von ADHS-Genen ist im Ausmaß abhängig von den Umweltbedingungen. So gibt es Länder, Ethnien und Kulturen, die ADHS-Gene und ADHS evolutiv begünstigen (während andere es entsprechend benachteiligen). So erklären sich auch die in Wahrheit weltweit deutlich unterschiedlichen Prävalenzen von ADHS, die macherorts wahrscheinlich ein Mehrfaches der bis zu 10% in Deutschland erreichen. Zusätzlich zum Faktor evolutive Selektion kommt dann bei den ADHS-Prävalenzen noch der Faktor geographische Isolation hinzu, so auch betrffend wahrscheinlich die Inseln bzw. Inselgruppen Island, Kreta und Japan .
Dass die Umweltbedingungen des 21. Jahrhunderts ADHS verstärkt von der Latenz in den sichtbaren Bereich rücken, versteht sich ebenfalls.
So viel zur Evolutionären Anthropologie der ADHS.
Was die Akzeptanz von ADHS erschwert, ist der sperrige Begriff aus 4 Großbuchstaben. Der Begriff “Autismus” (hier noch erwähnenswert: bis zu ca. 50% der Patienten mit Asperger sollen ebenfalls ADHS haben) z.B. ist viel weniger sperrig und flüssiger.
Es wird mitunter von ADHS-Gegnern diverser Couleur argumentiert, dass sich hinter ADHS diverse andere Psychische Störungen verbergen können und es ADHS somit quasi gar nicht gäbe. Die Wahrheit ist viel eher: Hinter FAST allen anderen Diagnosen in der Psychiatrie KANN sich ADHS als kausale oder komorbide Störung verbergen. So auch z.B. die Prognose von Russel Barkley , dem weltweit renommiertesten Wissenschaftler zu ADHS , dass sich das ADHS-Spektrum irgendwann einmal als das zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt herausstellen wird.

Wenn nun argumentiert wird: “Patient X kann gar kein ADHS haben, der will nur Stoff zum Hirndoping” , so sei auf die hiermit ausgeführte hohe Relevanz von ADHS auch gerade quantitativ verwiesen.

Zu den genetischen Überlappungen der verschieden Hirnentwicklungsstörungen gab es ja aktuell gerade erst eine viel beachtete Publikation:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29930110

dazu die mediale Bericherstattung:

https://www.spektrum.de/news/psychische-stoerungen-sind-teils-eng-verwandt/1572184

Der quantitative Champion unter diesen Hirnentwicklungsstörungen ist aber ADHS und zwar aufgrund der evolutionären Vorteile , die mit ADHS bzw. ADHS-Genen einhergehen,

zur massiv unterschätzten brachialen Quantität von ADHS in der Psychiatrie : http://news.doccheck.com/de/blog/post/8424-59-prozent-von-patienten-der-allgemeinpsychiatrie-haben-adhs/ bzw.
An der Stelle nochmals zur Betonung: 59% der Patienten in der Allgemeinpsychiatrie , die in Wahrheit ADHS haben und seit Anbeginn der modernen Psychiatrie nur in ihren psychischen Folge- und Begleiterkrankungen aber nicht ursächlich in ihrem ADHS therapiert werden und wurden , diese brachiale Quantität muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen , und man wird jetzt nicht automatisch davon ausgehen, dass die Autoren dieser Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=deister+adhd , darunter eben immerhin Arno Deister als Präsident der DGPPN ADHS promoten wöllten als gekaufte Autoren der Pharmaindustrie. ADHS eben als das quantitativ zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt.

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