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Lieferengpass bei Ibuprofen

Dienstag, 26. Juni 2018

/dpa

Berlin/Ludwigshafen – Bei dem Schmerzmittel Ibuprofen droht ein Engpass. BASF, weltweit größter Hersteller von Ibuprofen, bestätigte dem Deutschen Ärzteblatt, dass die Produktionsanlage des Unternehmens in Bishop im US-Bundesstaat Texas die Herstellung am 3. Juni komplett eingestellt hat. Techniker rechneten mit einem Ausfall von bis zu drei Monaten. Detaillierte Infos will BASF Anfang Juli geben.

Wie der Branchendienst Apotheke adhoc berichtete, sind technische Probleme an Produktionsanlagen Grund für die Lieferschwierigkeiten. Dem Branchendienst zufolge stellen sechs Fabriken weltweit Ibuprofen für den Weltmarkt her. Mit 27 Millionen Verordnungen auf Rezept sowie 51 Millionen verkauften Packungen in der Selbst­medikation ist Ibuprofen demnach das wichtigste Schmerzmittel in Deutschland.

Der Wirkstoff habe andere Substanzen wie Acetylsalicylsäure und Paracetamol abgelöst und werde zunehmend auch in Kombinationspräparaten gegen Erkältungen und Schmerzcremes verarbeitet. Insgesamt habe sich der Absatz in den vergangenen Jahren fast verdoppelt.

BASF baut im Augenblick in Ludwigshafen eine neue Produktionsstraße für Ibuprofen auf. Diese einzige Produktionsanlage in Europa wird aber voraussichtlich erst 2021 die Arbeit aufnehmen. Laut Apotheke adhoc produzieren die übrigen Anbieter von Ibuprofen mittlerweile am Anschlag – in China, Indien und den USA. Teilweise seien die gesamten Kapazitäten bis zum Jahresende blockiert. © hil/aerzteblatt.de

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