NewsPolitikLieferengpass bei Ibuprofen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Lieferengpass bei Ibuprofen

Dienstag, 26. Juni 2018

/dpa

Berlin/Ludwigshafen – Bei dem Schmerzmittel Ibuprofen droht ein Engpass. BASF, weltweit größter Hersteller von Ibuprofen, bestätigte dem Deutschen Ärzteblatt, dass die Produktionsanlage des Unternehmens in Bishop im US-Bundesstaat Texas die Herstellung am 3. Juni komplett eingestellt hat. Techniker rechneten mit einem Ausfall von bis zu drei Monaten. Detaillierte Infos will BASF Anfang Juli geben.

Wie der Branchendienst Apotheke adhoc berichtete, sind technische Probleme an Produktionsanlagen Grund für die Lieferschwierigkeiten. Dem Branchendienst zufolge stellen sechs Fabriken weltweit Ibuprofen für den Weltmarkt her. Mit 27 Millionen Verordnungen auf Rezept sowie 51 Millionen verkauften Packungen in der Selbst­medikation ist Ibuprofen demnach das wichtigste Schmerzmittel in Deutschland.

Anzeige

Der Wirkstoff habe andere Substanzen wie Acetylsalicylsäure und Paracetamol abgelöst und werde zunehmend auch in Kombinationspräparaten gegen Erkältungen und Schmerzcremes verarbeitet. Insgesamt habe sich der Absatz in den vergangenen Jahren fast verdoppelt.

BASF baut im Augenblick in Ludwigshafen eine neue Produktionsstraße für Ibuprofen auf. Diese einzige Produktionsanlage in Europa wird aber voraussichtlich erst 2021 die Arbeit aufnehmen. Laut Apotheke adhoc produzieren die übrigen Anbieter von Ibuprofen mittlerweile am Anschlag – in China, Indien und den USA. Teilweise seien die gesamten Kapazitäten bis zum Jahresende blockiert. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. August 2018
Frankfurt am Main – Allergiker haben weiterhin Probleme, an Notfallmedikamente gegen Wespenstiche zu kommen. Der Engpass von Arzneimitteln für Allergiker gegen Insektenstiche scheine europaweit zu
Apotheken gehen Notfallspritzen gegen Wespenstiche aus
14. August 2018
London – Mit der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) von Anfang Juni und der in der letzten Woche erfolgten Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA steht mit Patisiran
Patisiran: RNA-Interferenz erreicht klinischen Alltag
2. August 2018
Düsseldorf – Allergiker müssen sich einem Medienbericht zufolge derzeit auf Engpässe bei Arzneimittel gegen Insektenstiche einstellen. „Die Lage ist sehr problematisch“, sagte der Vorsitzende des
Lieferengpässe bei Arzneimittteln gegen Insektenstiche
31. Juli 2018
London – Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat in seiner letzten Sitzung im Juli gleich 16 neue Wirkstoffe zur Zulassung empfohlen. Darunter sind 1
EMA: 16 neue Medikamente zur Zulassung empfohlen
27. Juli 2018
Berlin – Ende September steht bei den Vereinten Nationen das Thema Tuberkulose auf der Agenda. Ziel ist es, die Schritte zur Bekämpfung der Krankheit festzulegen. Aktuell wird in New York dazu die
USA will Recht auf Zwangslizensierung einschränken
23. Juli 2018
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hat angekündigt, die Ausschreibung von Impfstoffen neu zu regeln. So sollen Krankenkassen künftig dazu verpflichtet werden, die zwei günstigsten
Krankenkassen sollen künftig die zwei günstigsten Impfstoffe bezahlen
10. Juli 2018
Frankfurt am Main – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat das Meldeverfahren zu Lieferengpässen von Impfstoffen zusammen mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und dem Bundesverbandes
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER