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Vermischtes

Apothekenversand­handel mit rezeptfreien Produkten wächst kräftig

Donnerstag, 28. Juni 2018

/akf, stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Der Apothekenversandhandel mit rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln, Kosmetika, Produkten zur Ernährung und zum medizinischen Sachbedarf ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Laut dem Statistikdienstleister IQVIA wuchs der Umsatz im Over-The-Counter-Geschäft (OTC-Geschäft) beim Versandhandel um rund zwölf Prozent.

Umsatzsteigerungen im höheren einstelligen oder niedrig zweistelligen Bereich verzeichneten Schmerzmittel (plus neun Prozent). Nahrungsergänzungsmittel einschließlich Vitaminen und Mineralstoffen kamen auf ein Plus von 16 Prozent. Auch Erkältungspräparate, die der Akutbehandlung dienten, haben die Nutzer über den Versand vermehrt geordert (plus zehn Prozent).

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13 Prozent entfallen auf Versandhandel

Bei den Vorort-Apotheken stieg der Umsatz rezeptfreien Bereich dagegen nur um rund zwei Prozent. Insgesamt verbuchte der Gesamtmarkt rezeptfreier Produkte in Vorort-Apotheken und dem Versandhandel 2017 laut IQVIA so eine Umsatzsteigerung von gut drei Prozent.

Von den 13,3 Milliarden Euro Umsatz mit rezeptfreien Produkten entfielen 2017 auf den Versandhandel rund 1,7 Milliarden Euro, das entspricht etwa 13 Prozent. Die zweistellige Umsatzsteigerung dieses Vertriebskanals schlägt sich damit in einer Erhöhung des Marktanteils um einen Prozentpunkt nieder.

„Generell nimmt das Vertrauen in Bestellungen per Internet zu. Auch werden die internetaffinen Verbraucher älter und bestellen online mehr und zunehmend auch OTC-Produkte“, sagte Marlies Spiegel, Expertin für den Bereich Consumer Health bei IQVIA Commercial. Machten Verbraucher gute Erfahrungen und würden sparen, blieben sie oft dabei.

Bei einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) hatten sich im vergangenen Herbst rund 85 Prozent der Apotheker dafür ausgesprochen, mehr Wirkstoffe aus der Verschreibungs- in die Apothekenpflicht zu überführen. Von den befragten Ärzten sprach sich nur rund die Hälfte dafür aus. © hil/aerzteblatt.de

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